Tec Day mit 80 Schülern bei VDM in Werdohl

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Begrüßt wurden die Teilnehmer des Tec Days von Beno, dem sprechenden Technik-Roboter, zusammen mit den Ausbildern und Auszubildenden der beteiligten Betriebe.

Werdohl - Gemeinsam mit neun Ausbildungsbetrieben aus Werdohl, Altena, Plettenberg und Hohenlimburg hat die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) am Mittwoch einen Berufsfelderkundungstag zum Thema Technik in der „Karriereschmiede“ von VDM Metals in Werdohl durchgeführt. 

Insgesamt 80 Schüler erhielten die Möglichkeit, technische Berufe kennenzulernen. 

Die Werdohler Unternehmen Lukad Holding, Walter Stauffenberg (Stauff) und Vossloh nutzten die Gelegenheit, um Nachwuchskräfte zu werben ebenso wie die Firmen C.D. Wälzholz und Georg Menshen aus Plettenberg, Möhling aus Altena, Mercedes Jürgens aus Lüdenscheid und ThyssenKrupp aus Hohenlimburg. Mit von der Partie war außerdem das Netzwerk „Zukunft durch Innovation“, das junge Leute für technische Berufe begeistern und für den Standort Südwestfalen gewinnen will. 

Schüler aus mehreren Kommunen dabei

Insgesamt 80 Achtklässler von acht Schulen aus Werdohl, Plettenberg, Lüdenscheid, Altena sowie Nachrodt-Wiblingwerde erhielten einen praktischen Einblick in die Vielfalt technischer Aufgaben. An den Werkbänken der Firma Georg Menshen konnten sie beispielsweise selbst einen iPad-Ständer aus Plexiglas herstellen. Beim Biegen und Bohren konnten sie erste Erfahrungen im Umgang mit diesem Material sammeln. Marcel Schwarz und Florian Dues, selbst Auszubildende bei Mercedes Jürgens erläuterten den Schülern unter anderem die Funktionsweise eines Verbrennungsmotors. 

Zweigleisig fuhr die Firma Stauff: „Wir geben den Jugendlichen zunächst eine allgemeine Orientierung über unsere Ausbildungsberufe“, erklärte Niclas von Seidlitz, Personalreferent des Unternehmens. Anschließend ging es an die praktische Arbeit: Metallplättchen, die bei Stauff normalerweise als Bestandteile von Rohrschellen produziert werden, funktionierten die Schüler in Schlüsselanhänger um. 

Arbeiten mit Schrauben und Muttern

Das Arbeiten mit Schrauben und Muttern stand bei Vossloh im Vordergrund: Dort setzten die Schüler unter Anleitung von Fridolin Krämer und Ibrahim Basol aus mehreren Einzelteilen ein kleines Blechflugzeug zusammen, für das sie anschließend aus einer Gewindestange und einer Plexiglasplatte noch einen kleinen Ständer herstellten. 

Wie man Plexiglas biegt und bohrt, erfuhren die Schüler bei der Firma Georg Menshen, als sie einen iPad-Ständer anfertigten.

„Wir sind mehr als zufrieden mit der Resonanz. Wir möchten mit den Tec Days erreichen, dass die Schüler schon früh einen ersten Einblick in technische Ausbildungsberufe erhalten. Zudem lernten die Teilnehmer an dem Tag neun Unternehmen aus der Region kennen, die später ein potenzieller Arbeitgeber sein können“, sagte Desirée Jacobi, Leiterin der SIHK-Stabsstelle „Wirtschaft macht Schule“. Der Berufsfelderkundungstag Tec Day fand im Rahmen der landesweiten Berufsorientierung „Kein Abschluss ohne Anschluss“ statt. 

Schwierige Situation auf dem Ausbildungsmarkt

Die Unternehmen beklagten praktisch unisono die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. „Die Azubi-Suche wird immer schwieriger: Es fehlt sowohl an Masse als auch an Klasse“, schilderte Georg Damerius, Ausbilder bei der Firma Georg Menshen, die Situation. Andere Unternehmen machen ähnliche Erfahrungen. 

Niclas von Seidlitz (Stauff) bezeichnete die Suche nach Auszubildenden als „herausfordernd“. „Wir müssen viel über Berufe aufklären, um insbesondere mit den Klischees, die von technischen Berufen existieren, aufzuräumen“, erklärte er. Dass es seit Jahren immer schwieriger werde, Auszubildende vor allem für die technischen Berufe zu finden, berichtete auch Norbert Jardzejewski, Leiter der technischen Ausbildung bei Vossloh. „Wir haben sogar für dieses Jahr noch einige freie Ausbildungsplätze“, sagte er.

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