40 Schüler wirken mit

Die Zuschauer erwartet keine moderne Adaption des Bertold Brecht-Klassikers. „Wir spielen das Originalstück.“ ▪ Riedl

WERDOHL ▪ Viel Spannung, viel Witz und jede Menge Unterhaltung versprechen die Schüler des Literaturkurses für ihre Darbietung der Dreigroschenoper am 14. April ab 19 Uhr im Festsaal Riesei. Auch wenn im Titel das Wort „Oper“ enthalten sei, so betont Lehrkraft Andrea Pingel: „Die Aufführung hat mitnichten etwas mit Opern zu tun. Wir bringen keinen schweren Goethe auf die Bühne.“ Außerdem erwarte die Zuschauer keine moderne Adaption des Bertold Brecht-Klassikers. „Wir spielen das Originalstück.“

Seit eineinhalb Jahren bereitet sich der 12. Jahrgang der Albert-Einstein-Gesamtschule auf die große Aufführung vor. 40 Schüler wirken dabei mit. Keiner ist ohne Aufgabe –  entweder stehen die Jugendlichen als Schauspieler auf der Bühne, spielen ein Musikinstrument oder unterstützen die Aufführung gesanglich. Während Jochen Harnischmacher für die musikalische Leitung verantwortlich zeichnet, übernehmen Andrea Pingel und Daniela Ihling die schauspielerische Leitung der Schüler. „Wir haben von 0 auf 100 Schauspiel, Musik und Gesang einstudiert“, berichtete Andrea Pingel im Rahmen eines Probetages am Samstag. Von 9 bis 16 Uhr feilte der zwölfte Jahrgang im Festsaal Riesei an den Feinheiten der Aufführung. Auch für die Kostüme sind die Schüler selbst verantwortlich – die Ideen-Umsetzung sowie die szenischen Darstellungen wurden im Unterricht erarbeitet.

Zum Inhalt: Die Dreigroschenoper spielt im London der 20er Jahre und bietet große Gefühle. Die Schauspieler bewegen sich zwischen Liebe, Eifersucht und Intrigen; ein Bandenkrieg zwischen Bettlern und Ganoven bricht aus, in dem auch Londons Huren eine besondere Rolle spielen. „Gewürzt wird die Geschichte mit weltbekannten Hits“, erklärt Andrea Pingel. Die Musik stammt von Kurt Weill. „Und der Haifisch, der hat Zähne...“, „Soldaten wohnen auf Kanonen...“ oder „Ein Schiff mit acht Segeln...“ zählen wohl zu den bekanntesten Ohrwürmern des Theaterstücks. Auslöser des Bandenkriegs ist die Hochzeit zwischen Oberganove Mackie Messer und Polly, der Tochter des Bettlerkönigs Peachum. Zeitgleich vergnügt sich Mackie Messer aber auch noch mit Lucy, der Tochter von Chief Inspektor Brown, und Hure Jenny – eine Spannung versprechende Geschichte nimmt ihren Lauf.

Einlass zur öffentlichen Aufführung am 14. April im Festsaal Riesei ist bereits um 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro. ▪ sr

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