Gesamtschüler und -lehrer freuen sich über Rückkehr zum Präsenzunterricht

Glücklich in der Schule

Kerstin Schuppener und Nadine Meermann bereiten im Sekretariat der Gesamtschule zwei Mal wöchentlich die Corona-Tests vor, die dann in den Klassen durchgeführt werden.
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Kerstin Schuppener und Nadine Meermann bereiten im Sekretariat der Gesamtschule zwei Mal wöchentlich die Corona-Tests vor, die dann in den Klassen durchgeführt werden.

Ein Stück Normalität für Kinder und Jugendliche: Am Montag hat auch in der Albert-Einstein-Gesamtschule der Präsenzunterricht wieder begonnen.

Einige ältere Schüler sitzen mit Abstand zueinander auf den Stufen, die zum Eingang der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) führen. Sie tragen medizinische oder FFP2-Masken, reden miteinander – und lachen. Ganz offensichtlich sind sie gut gelaunt. Schulleiter Sven Stocks bringt es auf den Punkt: „Wir haben uns alle gefreut, dass es wieder richtig los geht.“

Freunde und auch die Lehrer vermisst

Celine Petersmann (13 Jahre), Ilayda Tastekin (12) und Piraveen Arumuganathan (11) sind glücklich: „Endlich sehen wir alle Freunde und Freundinnen und die Lehrer wieder“, erklären die Sechstklässler, dass sie die Schule richtig vermisst hätten. Auch sei es in der Schule viel einfacher, den Unterrichtsstoff zu verstehen. „Man kann ja sofort nachfragen. Das ist viel besser.“ So sieht es auch Klassenlehrerin Marie Trippe. „Natürlich haben wir Lehrer uns bemüht, alle Schülerfragen zu beantworten.“ Doch insbesondere während der Zeit des Wechselunterrichts, die für die Pädagogen mit einer doppelten Arbeitsbelastung verbunden war, sei das nicht immer sofort möglich gewesen. Schulleiter Sven Stocks hat noch eine weitere Erklärung, warum der Präsenzunterricht kaum zu ersetzen ist: „Schule lebt erst durch die Schüler.“

In den Ferien freiwillig zur Schule

Für die Jugendlichen, denen das Online-Lernen schwer gefallen ist, wird in der Gesamtschule eine „Extra-Lernzeit“ angeboten: Sie haben nach vorheriger Anmeldung die Möglichkeit, in den ersten drei Wochen weiter zur Schule zu gehen. „Wir wollen dieses Angebot möglichst so gestalten, dass die Schüler lernen, ohne es zu merken“, erklärt Marie Trippe. Beispielsweise könnten Theaterstücke in englischer Sprache geprobt werden. Denkbar sei auch ein Kochkurs, in dessen Rahmen die Teilnehmer nur englisch sprechen. Doch auch in anderen Fächern soll es Hilfe geben. „Wir sind noch mit den Planungen beschäftigt“, sagt Marie Trippe. Sven Stocks fügt hinzu: „Wir haben schon zahlreiche Anmeldungen. Die Schüler sind durchaus bereit, einen Teil der Ferien in der Schule zu verbringen.“

Auch im Kollegium sei die Stimmung gut, unterstreicht der Schulleiter. „Seit Beginn dieses Schuljahres gab es an unserer Schule keine Lehrer mehr, die nicht zum Präsenzunterricht bereit gewesen wären, obwohl der eine oder andere sicher einen guten Grund gehabt hätte.“ Inzwischen seien alle Lehrkräfte, die sich für eine Immunisierung entschieden hätten, zumindest einmal geimpft, die zweite Impfung sei in Sicht. „Wir hoffen, dass wir jetzt dauerhaft im Präsenzunterricht bleiben.“

Corona-Tests kosten viel Zeit

An das Tragen der Maske hätten sich Schüler und Lehrer inzwischen gewöhnt, ebenso an die Corona-Tests, die zwei Mal pro Woche durchgeführt werden. Doch auch diese Vorsichtsmaßnahme kostet nicht nur die Lehrer Zeit, vor allem im Sekretariat der Schule, wo jeweils die Vorbereitungen getroffen werden, haben Nadine Meermann und Kerstin Schuppener viel zu tun: Klassentests müssen zusammengestellt, Testflüssigkeit muss abgefüllt und Namenskarten sortiert werden. Etwa zwei Stunden Zeit, so schätzen die Sekretärinnen, müssten täglich für diese Arbeiten eingeplant werden. Dazu komme das Ausstellen von Testbescheinigungen, wenn Schüler oder Eltern dies wünschen.

Auch nach den Sommerferien, so vermutet Sven Stocks, werden die Tests und die Masken noch zum Schulalltag gehören. „Wir werden wohl erst einmal so weitermachen. Aber natürlich in der Hoffnung, irgendwann die Masken wieder ablegen zu können.“

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