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Schüler aus dem MK fliegen zur UN-Modellkonferenz in New York

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Von: Carla Witt

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Treffen mit den Sponsoren: Die Englisch-Lehrerinnen Christina Schmidt (vorne) sowie Eva-Maria Kraft und Linda Kramer (hinten, rechts), Schulleiter Sven Stocks (2. Reihe, rechts) und die Schüler, die nach New York fliegen, bedanken sich bei Kracht-Geschäftsführer Heiko Zahn (vorne rechts), Volksbank-Teilmarktleiter Detlef Klinke (vorne links) und Thorsten Hänel (vorne, 2. v. r.), dem Vorsitzenden des Fördervereins der Gesamtschule.
Treffen mit den Sponsoren: Die Englisch-Lehrerinnen Christina Schmidt (vorne) sowie Eva-Maria Kraft und Linda Kramer (hinten, rechts), Schulleiter Sven Stocks (2. Reihe, rechts) und die Schüler, die nach New York fliegen, bedanken sich bei Kracht-Geschäftsführer Heiko Zahn (vorne rechts), Volksbank-Teilmarktleiter Detlef Klinke (vorne links) und Thorsten Hänel (vorne, 2. v. r.), dem Vorsitzenden des Fördervereins der Gesamtschule. © Carla Witt

Ein großes Abenteuer steht einer Gruppe von Gesamtschülern aus Werdohl bevor: Sie können nach New York fliegen, um dort an einer Modellkonferenz der Vereinten Nationen teilzunehmen und vor großem Publikum zu sprechen.

Werdohl ‒ Eine große Herausforderung und ein echtes Highlight war in diesem März die digitale Teilnahme von sechs Gesamtschülern an der National High School Model United Nations (NHSMUN) in New York. Im kommenden Jahr geht für mindestens acht Oberstufenschüler ein noch viel größerer Traum in Erfüllung: Sie sind vom 23. bis zum 25. März zur Live-Teilnahme an der UN-Modellkonferenz in New York angemeldet. Dort wollen sie vor großem Publikum zuvor erarbeitete Thesen in englischer Sprache präsentieren.

Ermöglicht wird das durch die Hilfe von großzügigen Sponsoren. „Ohne diese Unterstützung könnte unsere Schule diese Reise auf keinen Fall stemmen“, erklärte Sven Stocks, der die Geldgeber am Dienstag am Riesei begrüßen konnte. Der Leiter der Albert-Einstein-Gesamtschule und die Englisch-Lehrerinnen Christina Schmidt, Eva-Maria Kraft und Linda Kramer freuten sich über den Besuch der Sponsoren, die sich allesamt großzügig gezeigt hatten. So steuert Kracht-Geschäftsführer Heiko Zahn 2500 Euro bei, der Lions-Club Altena/Werdohl unterstützt das Projekt mit 2000 Euro, die Volksbank in Südwestfalen und der Förderverein der Gesamtschule schießen jeweils noch einmal 1000 Euro zu.

Dazu komme noch einmal ein beachtlicher Betrag, den Sponsoren in den USA bereitstellen. „Sie wollen nicht genannt werden“, berichtet Projektleiterin Christina Schmidt. Und trotz dieser gewaltigen Unterstützung müssen die Gesamtschüler jeweils noch etwa 500 Euro aus eigener Tasche zahlen. „Einige haben sich einen Job gesucht, nur, um ihre Teilnahme finanzieren zu können“, verdeutlicht Schmidt, wie sehr sich die Jugendlichen für den gemeinsamen Traum ins Zeug legen.

Das gilt aber nicht nur mit Blick auf die Reisekosten. Um sich in die vorgegebenen Themen einzuarbeiten und dann aus Sicht des Landes, das ihnen zugewiesen wird, entsprechend in englischer Sprache argumentieren zu können, ist eine intensive Vorbereitung erforderlich. Das wissen auch die Englisch-Lehrerinnen, die nach der digitalen NHSMUN in diesem Jahr mächtig stolz auf ihre Schützlinge waren. „Die Schüler entwickeln sich gewaltig. Sie halten Reden zu hochpolitischen und hochkomplexen Themen und finden dann auch noch Kompromisse. Sie lernen etwas fürs Leben“, zollt Christina Schmidt den Jugendlichen viel Respekt.

Ganz wichtig: Auch das Gruppengefühl wird enorm gestärkt. „Denn die Teilnahme funktioniert nur im Team. Jeder muss bereit sein, den anderen zu unterstützen.“ Aus diesem Grund sei auch die Zusammensetzung der Gruppe sehr wichtig. „Ein weiterer Schüler hat Interesse an der Teilnahme. Wir werden mit ihm sprechen, um herauszufinden, ob er ins Team passt“, unterstreicht die Projektleiterin.

Zur Vorbereitung auf die Konferenz in der US-Metropole nehmen die Gesamtschüler vom 17. bis zum 20. November an der Siegmun 2021, der UN-Modellkonferenz der Universität Siegen teil. „Auch Neuntklässler sind in diesem Jahr schon dabei; wir möchten langsam Nachwuchs generieren“, schildert Christina Schmidt.

Mit Blick auf das kommende Jahr hoffen natürlich alle, dass die Corona-Pandemie die Reisepläne nicht durchkreuzt und dem Flug nach Amerika nichts im Wege steht. Als kleine Belohnung für ihre Anstrengungen haben die Schüler dann auch Gelegenheit, sich kurz in New York umzuschauen: Sie starten bereits am 20. März und kehren zwei Tage nach der Konferenz, am 25. März ins Sauerland zurück.

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