Schrottlampe, Buddelschiff und Charly Chaplin

WERDOHL ▪ Sie haben gestöbert, gesucht, geklebt, gemalt und genagelt – dann waren die kleinen Werke unter dem Motto „Fundstücke“ der Schüler der Albert-Einstein-Gesamtschule fertig. Seit Montag sind sie im Kleinen Kulturforum zu sehen.

Von Jana Peuckert

Seit vielen Jahren gewährt die Schule in einer Ausstellung Einblicke in die Arbeiten des Kunstunterrichts. Diesmal sollten Fundstücke zusammengetragen und kunstvoll dargestellt werden. Jedes Stück soll Erinnerungen der Schüler wecken, erklärt Manuela Weigelt, Kunstlehrerin der Mittel- und Oberstufe.

Und so begegnet dem Besucher zum Beispiel ein Buddelschiff als Urlaubserinnerung, ein Leuchtarmband als Andenken an Discozeiten mit Freunden und ein buntes Cheerleaderbild, das von einem Aufenthalt als Au-Pair erzählt. Ebenfalls mit dabei ist auch ein Portrait von Charly Chaplin, versehen mit einer Chaplin-Happy-Hippo-Figur. „Ich hab die Figur gefunden und mir gedacht, ich stelle sie im Kontrast zum Original dar. Ich wollte damit spielerisch darstellen, dass man den Bezug zu früher nicht verlieren darf“, erläutert Ann-Katrin Bielenberg die Idee hinter ihrem Werk.

Direkt nebenan kann der Betrachter die Entstehungsgeschichte des Schmetterlings verfolgen. Vor ein paar Jahren hatte Sandra Jokel auf dem Nachhauseweg getrocknete Schmetterlinge gefunden und mitgenommen. Für die Ausstellung hat die 18-Jährige die Fundstücke hervorgekramt, auf ein zuvor bunt bemaltes Blatt geklebt und eingerahmt.

Die leuchtende Idee zum Thema Fundstücke kam Hendrik Wiegrand beim Durchwühlen einer Schrottkiste. Geschickt hatte der Schüler aus alten Muttern, Unterlegscheiben und einer Glühbirne eine originelle – wenn auch Dank eines Kurzschlusses nicht funktionsfähige – Lampe erstellt. Viel Recherchearbeit steckt im Stück von Christin Schürmann. Alte Fotos und Schriftstücke erzählen ihre Familiengeschichte. Bis Donnerstag können die Werke von 17 bis 19 Uhr, Donnerstag auch von 10 bis 12 Uhr, bewundert werden.

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