Schon wieder Felsabbruch an der Altenaer Straße

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Martin Hempel von der Stadt vermaß Dienstag den Felsen, aus dem Brocken herausgefallen sind. ▪

WERDOHL ▪ Der Fußgänger- und Radweg an der Altenaer Straße ist und bleibt ein teures Sorgenkind der Stadt. In der Nacht von Sonntag auf Montag ist schon wieder Felsabbruch direkt auf den Weg gestürzt. Der Weg ist zur Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern bis auf Weiteres gesperrt.

Nachdem Bürgermeister Griebsch am Montag den Rat informiert hatte, war Dienstag früh sofort Bauingenieur Martin Hempel von der Stadt am Fels. Eine ganze Spalte ist aus dem Hang herausgerutscht, die Steine und Brocken liegen direkt auf dem Weg. Mit bloßem Auge sind weitere Risse deutlich zu erkennen, es scheint nur eine Frage der Zeit, dass dort noch mehr loses Gestein herausfällt. Hempel: „Der Felsabbruch ist durch den Frost-Tau-Wechsel der vergangenen Tage entstanden.“ Wasser ist in die Felsritzen eingedrungen, gefror, hatte sich ausgedehnt und die Risse aufgesprengt. Beim Abschmelzen des Wassers entlud sich die Spannung aus dem Fels und er brach. So entstehen übrigens auch die Löcher in den Straßen. Hempel maß gestern das Schadensumfeld aus. Er wird der Verwaltung empfehlen, zunächst einen Auftrag zum Abräumen des Felses zu vergeben. Ob da jetzt im Winter eine Firma zu bekommen ist, weiß er nicht. Seiner Einschätzung nach müsse danach der gesamte Felsbereich mit einem Stahlnetz gesichert werden, wie es auch schon an anderen Stellen am Radweg der Fall ist. Über so eine Auftragsvergabe entscheide der Rat.

Der Abbruch soll jetzt erst einmal liegen bleiben, zur Warnung sozusagen, damit Fußgänger und Radfahrer die Sperrung auch wirklich ernst nehmen. Donnert so ein Brocken auf einen Menschen, gibt es mindestens schwere Verletzungen. Die Fallhöhe ist so gering, dass ein Wegspringen kaum möglich ist.

Erst vor Monaten war nach auwändigen und sehr teuren Felssicherungsarbeiten der vordere Teil des Tunnelportals – von der Altenaer Straße aus gesehen – saniert worden. Dazu wurde der Weg verschwenkt und neu angelegt. Auch die Zufahrt vom Kalkofen wurde erneuert. Die Arbeiten dauerten auch deshalb sehr lange, weil erst nach der preiswerteren Lösung mit der Verlegung des Weges gesucht wurde. Immer mitsprechen müssen die Wasserschutzbehörde und die Deutsche Bahn. Dass der Weg Richtung Innenstadt wieder hergerichtet wird, steht außer Frage. Ein Zeitpunkt ist aber noch nicht abzusehen.

Von Volker Heyn

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