Kracht-Belegschaft schaut WM während der Arbeitszeit

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Am Anfang gab es noch gute Stimmung mit Chips, aber selbstverständlich ohne Bier beim WM-Spiel gegen Südkorea, das die Spätschicht von Kracht während der Arbeitszeit anschauen durfte.

Werdohl - Bela Rethy, viel gescholtener ZDF-Fußballkommentator, brachte es Ende der ersten Halbzeit auf den Punkt: „Das sind reale Bilder und keine Zeitlupe.“ Beim letzten Vorrundenspiel gegen Südkorea nahm ein Teil der Belegschaft von Kracht im Gewerbegebiet am Kettling auch diesen treffenden Satz zur Kenntnis.

Schon seit 2006 bieten Betriebsrat und Geschäftsführung der Kracht GmbH im Werdohler Stammwerk die Möglichkeit, alle zwei Jahre Europameisterschaft und Weltmeisterschaft im Fußball während der Arbeitszeit zu schauen. 2006 war man zum „Sommermärchen“ bei der WM im eigenen Land mit diesem Projekt gestartet.

Der Betriebsratsvorsitzende Sascha Rauch hatte mit seinen Leuten beim Unternehmen angefragt, ob den Mitarbeitern nicht das gemeinsame Fußballgucken erlaubt werden könne. Die Geschäftsführung fand das gut und hat soviel Vertrauen in die Mitarbeiter, dass die Arbeit während der Schicht dennoch nicht liegen bleibt. An zwei Stellen im Betrieb wurde die ZDF-Übertragung per Beamer übertragen. Mitten in einer Produktionsstraße wurde das Bild in Überkopfhöhe auf einer Plastikleinwand gezeigt. Dort konnten die Maschinenbediener von ihren Arbeitsplätzen aus das Spiel verfolgen.

Mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzten einen dunkleren Teil der Firmenanlagen, wo eine größere Leinwand ein besseres Bild versprach. Im Blaumann auf Stühlen und mit Chips und Butterbroten, aber natürlich ohne Bier wurde das Spiel geschaut und natürlich kommentiert. Die letztlich vergeblichen Bemühungen der deutschen Nationalmannschaft, das Achtelfinale zu erreichen, stießen jedenfalls nicht auf ungeteilte Zustimmung.

Bei Kracht werden alle Begegnungen von EM und WM gezeigt, da bei dem Unternehmen verschiedene Nationalitäten vertreten sind. Einen Südkoreaner gibt es allerdings nicht.

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