Schon nächstes Jahr neuer SB-Markt an der Inselstraße

Hausverwalter Wolfgang Piepenstock (l.) zeigte gestern Andreas Kaltschmidt von der Franzen Group das SB-Marktgebäude an der Inselstraße. Das Bauunternehmen soll einen Kostenvoranschlag für einen Umbau abgeben.

WERDOHL ▪ Die Besitzer des ehemaligen Minimal-Marktes an der Inselstraße wollen das Gebäude so schnell wie möglich vermarkten. Läuft alles nach Wunsch der Berliner Immobiliengesellschaft, dann öffnet schon im kommenden Jahr ein SB-Markt dort seine Pforten.

Donnerstag sah sich Andreas Kaltschmidt von der Franzen Group aus Oberhausen das knapp 23 Jahre alte Gebäude an. Franzen ist Generalunternehmer aus dem Baubereich. Die Baufirma ist von einem großen Vollsortimenter und Betreiber von Super- und Verbrauchermärkten gebeten worden, ein Kostenangebot für den Umbau abzugeben.

Eigentümer will eine

neue Nutzung

Kaltschmidt traf sich dort mit Wolfgang Piepenstock, dem Hausverwalter. Der hält sich bedeckt: „Der Eigentümer ist bestrebt, das Objekt einer neuen Nutzung zuzuführen.“ Dem Eindruck, das Gebäude sei lediglich ein Abschreibungsobjekt und interessiere die Eigentümer nicht, widersprach Piepenstock hingegen vehement. Seit Dezember 2006 steht der SB-Markt leer, seitdem wird er sorgfältig in Schuss gehalten.

Sanierungsaufgabe

rechnen

Dass das Gebäude in einem guten Pflegezustand ist, bestätigte gestern auch Andreas Kaltschmidt. Sein Unternehmen werde jetzt die „Sanierungsaufgabe rechnen“. Der Investitionsaufwand sei allerdings enorm, um das 1987 errichtete Haus zum Beispiel für das Energieeinsparungsgesetz fit zu machen.

Ein Blick auf den Lebensmittel-Markt an der Inselstraße, der am 12. November 1987 unter dem Namen „E G“ (Essen und Genießen) eröffnet wurde.

Die Fassade sei ungedämmt, die Haustechnik veraltet: „Das kann man nicht so einfach übernehmen.“ Der Vollsortimenter, dessen Anfrage er bearbeitet, habe zudem sehr hohe Ansprüche.

Kleinschmidt geht davon aus, dass auch noch andere Anbieter von Umbaumaßnahmen im Rennen sind. Selbstverständlich schweigt dazu Wolfgang Piepenstock. Nur soviel: „Mit der Expansionsabteilung des Vollsortimenters war ich schon ganz oft hier.“

Immobilie gehört letztlich

dem Land Berlin

Letztlich gehört die Immobilie an der Inselstraße dem Land Berlin. Piepenstock ist bei der Arwobau beschäftigt, die Berliner Gesellschaft ist ein lediglich ein Immobiliendienstleister. Die Arwobau gehört zur Berliner Immobilien Holding BIH, die das Immobiliendienstleistungsgeschäft des Landes Berlins betreut. Eigentümerin der Werdohler Immobilie ist der geschlossene Immobilienfonds Perseus Immobilien Verwaltung LBB 13, dessen Anteile ebenfalls überwiegend beim Land Berlin liegen.

Wechselvolle

Geschichte

Vier Namenswechsel hat der Markt in dem Gebäude an der Inselstraße hinter sich: Von E&G (Essen und Genießen) auf Plaza, Allkauf, Extra und zuletzt Minimal-Markt. Vor der fünften Änderung in einen Rewe-Markt kam die Schließung einen Tag vor Weihnachten 2006 dazwischen. Das Gebäude verfügt über 218 Parkhausplätze und 2400 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Von Volker Heyn

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