Bundesstraße 229

Schock für Autofahrer: So lange bleibt das Versetal noch eine Großbaustelle

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Die Bundesstraße 229 bleibt im Versetal noch weitere rund eineinhalb Jahre ein Nadelöhr für den Verkehr.

Werdohl – Das Versetal bleibt – zumindest für die kommenden eineinhalb Jahre – ein Nadelöhr.

Nachdem sich die Autofahrer an die Verkehrsbehinderungen durch die Stützmauersanierung entlang der Bundesstraße 229 gewöhnen mussten, plant die Westnetz GmbH ab 2020 die Erneuerung der Ferngasleitung im Versetal. Während der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung stellte Westnetz-Projektleiter Norman Halft am Dienstag die Planung vor. 

Zunächst solle die insgesamt acht Kilometer lange Hauptleitung gelegt werden – beginnend auf Lüdenscheider Stadtgebiet in Höhe der Derschlag Foliendruck GmbH & Co. KG bis zur Anschluss-Stelle der Werdohler Stadtwerke auf dem Parkplatz des WK-Warenhauses an der Goethestraße. Größtenteils solle die Leitung entlang der Bundesstraße 229 verlegt werden, an einigen Stellen habe man die neue Trassenführung allerdings nicht dort entlang planen können. 

Maßnahme ist "unumgänglich"

„Die alte Leitung verläuft durch den Wald“, berichtete Halft. Dort könne man die neue Leitung, unter anderem aus Naturschutzgründen, nicht mehr verlegen. Allerdings sei die Maßnahme inzwischen unumgänglich. „Teile der Ferngasleitung im Versetal stammen aus den 1930-er Jahren und müssen dringend erneuert werden“, unterstrich der Westnetz-Projektleiter. Die Leitung habe einen Durchmesser von 150 Millimetern und einen Betriebsdruck von 16 Bar. 

Die neue Ferngasleitung der Westnetz GmbH soll entlang der Bundesstraße 229 verlaufen. Die Planungen wurden am Dienstag im Rathaus vorgestellt. Eine Vollsperrung ist im Versetal nicht geplant.

„Die Erneuerung der Hauptleitung planen wir für 2020, wobei die Arbeiten in einem Jahr nicht machbar sein werden“, stellte er fest. Westnetz werde die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich halten: „Auf der Bundesstraße wird es keine Vollsperrung geben“, versprach der Projektleiter. Voraussichtlich müssten sich die Verkehrsteilnehmer auf eine etwa 150 Meter lange Wanderbaustelle in Verbindung mit einer jeweils halbseitigen Sperrung einstellen. „In der Innenstadt wird man aber vielleicht um eine Vollsperrung nicht herumkommen. Eventuell kann man diese in die Sommerferien legen“, erklärte Halft. 

Auch die 14 Anschlussleitungen werden erneuert

Nach der Verlegung der neuen Hauptleitung folge die Erneuerung der insgesamt 14 Anschlussleitungen. „Dann ist es unser Ziel, jenseits der Verkehrsführung anzuschließen“, erklärte Halft. Dass die neue Leitung unter anderem über den Rathaus-Parkplatz verläuft, ärgerte den Ausschussvorsitzenden Jürgen Henke: „Jetzt ist der Platz gerade fertig gestellt, dann wird schon wieder alles aufgemacht.“ Mit Blick auf die Radewegeplanung der Stadt bat er den Westnetz-Projektleiter um Kooperationsbereitschaft: „Wenn es sinnvoll erscheint im Zuge der Arbeiten Teilstücke des Radwegs im Versetal fertig zu stellen, sollten wir Symbiosen nutzen.“ 

Halft erklärte, das Projekt werde voraussichtlich im Februar starten. Im Versetal kämen dann möglicherweise auch gleich zwei Baukolonnen zum Einsatz. Henke wies in diesem Zusammenhang auf den geplanten Bau des VDM-Kreisels und die damit verbundenen Behinderungen hin: „Das sollte auf jeden Fall bei der Planung berücksichtigt werden.“ 

Straßen.NRW sind Westnetz-Pläne nicht bekannt

Apropos Planung: Andreas Berg, Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, erklärte im Gespräch mit der Redaktion, die Stützmauersanierung werde voraussichtlich Ende März 2020 abgeschlossen, „wenn es keinen zu langen Wintereinbruch gibt“. Berg zeigte sich überrascht von den Westnetz-Plänen: „Davon ist mir bisher nichts bekannt.“

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