Sechste BOM lockt hunderte Schüler an

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In ersten Informationsgesprächen loteten die Schüler die Chancen aus, die ihnen die Unternehmen bieten – wie am Stand der Firma Brinkmann Pumpen.

Werdohl/Neuenrade - Noch wisse sie nicht, was sie nach dem Abitur beruflich machen möchte, gesteht Lisa-Marie Mix. Doch die Elftklässlerin der Werdohler Albert-Einstein-Gesamtschule besuchte Mittwoch die Berufsorientierungsmesse (BOM) zum vierten Mal. „Und jedes Jahr nehme ich neue interessante Eindrücke mit.“ Immerhin sei ihr beim ein oder anderen Beruf unterdessen klar, dass er nichts für sie sei.

Eine ihrer Freundinnen ergänzt kritisch: „Aber es werden hier zu viele technische Berufe präsentiert.“ Dennoch: Die BOM fand nunmehr zum sechsten Mal statt. Viele Firmen kommen jedes Jahr wieder. Jedes Mal gesellen sich neue Unternehmen zum Feld der Aussteller hinzu. Und bei jeder Auflage zeigen auch weitere Schulen Interesse an der Großveranstaltung. So war es auch am Mittwoch wieder voll auf dem Riesei.

Bürgermeisterin Silvia Voßloh und Josef Hochstein, der stellvertretende Bürgermeister Neuenrades, begrüßten am Morgen die Schüler, Eltern sowie die 36 Aussteller. Hochstein ermunterte die Jugendlichen: „Im Gegensatz zu einer elektronischen Bewerbung habt Ihr hier die Gelegenheit, einen persönlichen Eindruck zu hinterlassen.“

Gut vorbereitete Schüler

Und der kann manchmal recht positiv und nachhaltig sein: So weiß der geschäftsführende Gesellschafter der heimischen Firma Rötelmann, Ludwig Kirchhoff-Stewens: „Wir haben hier auf der Messe auch schon einen Ausbildungsvertrag vereinbart.“ Auf jeden Fall sei es immer wieder „eine angenehme Überraschung“ für ihn, wie „gut vorbereitet“ die Schüler zur Messe kämen und welch „interessierte Fragen“ sie stellten.

Und Kirchhoff-Stewens ermutigt die Mädchen und Jungen, sich zu bewerben: „Wir haben in Deutschland die weltweit niedrigste Geburtenrate. Wer sich halbwegs gut präsentiert, kann sich seinen Ausbildungsplatz mittlerweile aussuchen.“

Berufsorientierungsmesse (BOM) in Werdohl

Muschert und Gierse nahm erstmals teil

Während Rötelmann sich auf der BOM von Anfang an präsentiert, war die Neuenrader Firma Muschert und Gierse erstmals anzutreffen. Obwohl das Unternehmen nach dem verheerenden Brand gerade erst den Neuaufbau startet, suchten sie auf dem Riesei nach künftigen Auszubildenden. Firmen-Inhaberin Iris Middendorf erklärt: „Nächstes Jahr brauchen wir ja Lehrlinge. Und wir denken halt jetzt schon an die Zukunft.“

Der erste Eindruck von Mark Weber aus der Galvanik von Muschert und Gierse war positiv: „Die Jüngeren schnuppern erst einmal herein, aber die Zehntklässler haben sich vorher schon über das Unternehmen informiert und stellen ganz konkrete, gezielte Fragen.“

Am BOM-Quiz nahmen in diesem Jahr 400 Schüler teil. 76 fanden die richtigen Antworten.

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