Schnelles Internet soll 2019 kommen

Sergej Rudsinski ist Breitband-Koordinator beim Kreis, er stellte das Projekt am Montagabend im Rat vor.

Werdohl - Sergej Rudsinski vom Märkischen Kreis brachte am Montag sehr gute Nachrichten für die Stadt: Im kommenden Jahr gebe es Glasfaser-Gigabit-Anschlüsse für extrem schnelles Internet für alle Schulen inklusive der Volkshochschule (VHS), für etwa 2500 private Haushalte und 115 Gewerbetreibende.

Der Kreis stehe kurz vor Abschluss der Vertragsverhandlungen mit den Auftragsnehmern. 

Schnelles Internet wird von Land und Bund gefördert. Wo bereits eine gute Grundversorgung anliege, gebe es keine Förderung. In den Straßen und Ortsteilen, die durch den privaten Anbieter Unitymedia versorgt werden, sei auch keine Förderung möglich. Im Kreis gebe es ein Investitionsvolumen von rund 8 Millionen Euro, 4,3 Millionen Euro kommen vom Land NRW, 1,1 Millionen Euro vom Märkischen Kreis, den übrigen Anteil übernimmt die Deutsche Telekom. 

Ein Gigabit sind 1000 Megabit pro Sekunde, die Messgröße für eine Abnahmestelle sind 30 Megabit pro Sekunde im Downstream. Wenn diese 30 Mbit/s nicht anliegen, gilt dieses Gebiet als unterversorgt. Pro Arbeitsplatz werden diese 30 Mbit/s angerechnet, so kommen Unternehmen und Schulen schnell auf 150 Mbit/s Bedarf. Diese Größe ist für die Förderung durch die Bundesregierung nötig und werde fast immer erreicht. Alle Schulen in Werdohl inklusive der Volkshochschule seien förderwürdig, so Rudsinski. 

Keine Förderung, wo Unitymedia versorgt 

Der Breitbandkoordinator des Märkischen Kreises zeigte auf Karten einer Präsentation, welche Gebiete mit dem Glasfaserausbau rechnen können. 115 Gewerbetreibende liegen in der Förderfläche Im Ohl, Bauckloh, Kleinhammer und Altenmühle. Mit dem Netzausbau sei nach und nach im nächsten Jahr zu rechnen. In manchen Gewerbegebieten sei derzeit nur 50 Mbit/s anliegend. Rudsinski: „Das ist heute nicht mehr angemessen, Gewerbe-Ansprüche lassen sich nur über Gigabit-Anschlüsse zufriedenstellen.“ 

Für unterversorgte Haushalte gibt es eine Bundesförderung, der Glasfaseranschluss wird bis zum Gebäude verlegt. Die Hälfte fördert der Bund, 40 Prozent gibt das Land, zehn Prozent die Kommune. In Werdohl liegen etwa 900 Adressen mit 2500 privaten Haushalten in den Förderflächen Dresel, Wilhelmsthal, Kettling, Teile Pungelscheids, Osmecke, Borbecke, Eveking und Mühlenschlad. Hier sei der Realisierungsplan noch nicht festgelegt. 

Um die Förderanträge müsse sich niemand kümmern, das erledige der Märkische Kreis. Mit allen Nutznießern der Förderung sei bereits Kontakt aufgenommen worden. Wenn die Verträge unterschrieben seien, gebe es noch detailliertere Informationen. 

SPD-Ratsherr Jürgen Henke freute es, dass es bald superschnelles Internet für Schulen, Gewerbetreibende und manche Haushalte gebe. Seiner Meinung nach gebe es aber Straßenzüge in Werdohl, in denen es überhaupt keine Internetanschlüsse gebe. Dem widersprach Rudsinski. In den von Henke gemeinten Straßen biete Unitymedia Internet an. Diese Gebiete gelten als versorgt. 

Weiße Flecken auf Internet-Landkarte 

Tatsächlich gibt es aber vollkommen weiße Flecken auf der Internet-Landkarte der Stadt Werdohl. Hier werde eine Versorgung geprüft: Köllmannshorst, Hinterbrenge, Vorderbrenge, Eicken, Eickenohl, Hölzerne Klinke, Neuenhaus, Rentrop, Harlingsen, Heedhoff, Dösseln, Eschen und Brenge.

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