Schmerzgrenze für Werdohler Wehr erreicht

Thomas Scharpe (v. r.), Manfred Theile und Heinrich Dittmann leiteten die Jahresdienstbesprechung in Eveking. - Fotos: Koll

WERDOHL -  Sprunghaft angestiegen ist die Zahl der Einsätze für die Werdohler Feuerwehr im jüngst abgelaufenen Jahr: von 267 auf 457. „Die Schmerzgrenze war erreicht“, stellte Wehrleiter Manfred Theile unmissverständlich klar. „Ich hoffe, dass sich das so nicht fortsetzt.“

Aber er redete sich weiter in Rage: „Wenn man die halbe Nacht wegen eines Ochsen oder Chaoten unterwegs ist, dann ärgert das einen sehr“, polterte er los. Mutwillig verursachte Containerbrände und fahrlässig in Kauf genommene Lecks an Autos, die immer wieder zu Ölspuren auf Werdohls Straßen führten, bringen ihn aus der Ruhe.

109 Feuerwehrleute habe es zum Jahreswechsel in Werdohl gegeben – nach fünf Austritten und sieben Zugängen. Den größten Löschzug stellt mit 42 aktiven Mitgliedern die Stadtmitte. Vor der drittplatzierten Jugendfeuerwehr kommt die Gruppe aus Eveking. In diesem Jahr wird der Löschzug 3 Eveking übrigens 125 Jahre alt. Gefeiert werden soll vom 12. bis zum 14. September.

Diese beging am Samstagnachmittag in ihrem Schulungsraum an der Grundschule Kleinhammer ihre Jahresdienstbesprechung, wo Theile dann klar Stellung bezog. Auch Löschzugleiter, Brandinspektor Thomas Scharpe, ging auf das zurückliegende Jahr noch einmal genauer ein.

Nach drei Neueintritten und dem Austritt eines Kameraden verfüge der Löschzug nunmehr über 28 Aktive. Dazu kämen elf Kameraden der Ehrenabteilung (Stand: 31. Dezember 2013).

Theile und Scharpe ehrten dann zwei dieser Kameraden: Sven Kohlhage und Pierre Schmidt wurden jeweils in den Rang des Oberfeuerwehrmannes erhoben.

Doch zuvor vollendete Scharpe seinen Jahresrückblick. Ein Höhepunkt des Jahres sei die zweitägige Zugübung am Institut der Feuerwehr in Münster gewesen, welches die Evekinger erstmalig aufgesucht hätten. Gut in Erinnerung sei auch der Besuch der „Lokalzeit“ des WDR im April 2013, der über die Feuerwehr im Versetal berichtet hätte.

Es sei aber – wie auch stadtweit – viel zu tun gewesen: 78 Einsätze habe es gegeben. 43 davon seien Brände gewesen, wovon wiederum sich 13 als Kleinbrände heraus gestellt hätten. Dahinter verbergen sich unter anderem die bereits erwähnten Containerbrände.

35 Einsätze liefen unter dem Stichwort Hilfeleistungen. Wo der Bürger zumeist an Tierrettungen denkt, geht es in der Tat um etwas ganz anderes zumeist. Tierrettungen gab es stadtweit, verriet Theile, lediglich zwei – an einer war der Löschzug Eveking beteiligt. Fünf der 35 Einsätze waren aber sogenannte Tragehilfen, bei denen die Feuerwehrkräfte Sanitätern unter die Arme greifen, wenn es gilt, übergewichtige Patienten zu transportieren. Spitzenreiter in Eveking allerdings waren – mit 14 Einsätzen – die bereits durch Theile beklagten Ölspuren.

Von Michael Koll

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare