Schlutow will StadtwerkeWerdohl weiterentwickeln

Aufsichtsratsvorsitzender Willi Bettelhäuser (76) stellte den Mitarbeitern der Stadtwerke Frank Schlutow (45) als ihren neuen Geschäftsführer vor.

WERDOHL ▪ Dieser Mann soll die Stadtwerke Werdohl für die Zukunft fit machen: Am Donnerstag stellte Aufsichtsratsvorsitzender Wilhelm Bettelhäuser den neuen Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schlutow den Mitarbeitern vor.

Schlutow (45) ist ein Junge der Ostsee, geboren in Kühlungsborn in der Nähe von Rostock. An der dortigen Uni studierte er zunächst Schiffsbetriebstechnik. „Rohrleitungssysteme haben mich aber bald mehr interessiert als der Schiffsbau“, erklärt der Ingenieur seinen Wechsel ans Land. 1996 zog er nach Hagen und arbeitete dort bis 2003 bei der Bauunternehmung Bamberger in der Abteilung Rohrleitungsbau. 2003 wechselte er als Betriebsleiter zu den Stadtwerken Hemer, dort war er so erfolgreich, dass er schon 2004 Einzelprokura bekam. Aus dieser Position heraus hatte er sich im Sommer dieses Jahres bei den Stadtwerken Werdohl beworben, die Stelle war ausgeschrieben worden.

22 Bewerbungen habe es auf die Stelle der Nachfolge von Joseph Beier gegeben, so Bettelhäuser im Pressegespräch. Von Anfang an sei Schlutow sehr interessant gewesen, weil schließlich nicht nur ein reiner Techniker gesucht wurde. Schlutow: „Ich habe mich sehr intensiv mit Beschaffungsstrategien für Gas beschäftigt.“ Er sieht die Hauptaufgabe der Werdohler Stadtwerke darin, Versorgungssicherheit zu fairen Preisen zu bieten. Darüberhinaus hätten Stadtwerke auch eine soziale Verantwortung gegenüber der Kommune und ihren Bürgern.

Schlutow und Dirk Selle als kaufmännischer Geschäftsführer seien gleichberechtigt, stelle Bettelhäuser fest. Schlutow denkt aber schon über die nächsten fünf Jahre seines Vertrags hinaus. Nach seiner Einarbeitung werde er mit Gesellschaftern und Aufsichtsrat überlegen, wie das Unternehmen Stadtwerke in zehn bis fünfzehn Jahren aussehen könne. Es stelle sich die Frage, welche Serviceleistungen noch zusätzlich möglich seien. Die dezentrale Erzeugung und regenerative Energien seinen mögliche neue Wertschöpfungsstufen. Die Stadtwerke könnten auch interkommunal weiterentwickelt werden, dabei gehe es um „Partner auf Augenhöhe“ in der Nachbarschaft. Auch die strategische Ausrichtung der Gashandelsgesellschaft sei zu betrachten.

Schlutow will engen Kontakt zur heimischen Wirtschaft pflegen. Schließlich stellten die Stadtwerke nach wie vor die Infrastruktur zur Verfügung. Positiv empfindet er auch, dass die Stadt trotz der Teilnahme am Stärkungspakt Frei- und Hallenbad erhalten hat. Als neuer Geschäftsführer der Bäderbetriebe muss er das natürlich so sehen, aber er erkennt auch unmittelbare Zusammenhänge zur Attraktivität der Stadt und dem geschäftlichen Umfeld der Stadtwerke.

Sein erster Eindruck gestern beim Rundgang durch das Haus: „Sehr gepflegt.“

Von Volker Heyn

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