Brüninghaus-Platz: Stadt misst ganz genau nach

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Griese

Werdohl - Rund 14 Monate haben die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Brüninghaus-Platzes gedauert, Anfang Mai ist der große Platz in der Stadtmitte sogar schon offiziell eingeweiht worden. Die formelle Schlussabnahme der Baumaßnahme, die – zusammen mit Stadtspange und neugestalteten Bushaltestellen – immerhin rund 2,2 Millionen Euro gekostet hat, steht aber noch aus. Das soll sich bald ändern.

Am Mittwoch haben Vertreter von Tiefbauabteilung und Rechnungsprüfungsamt der Stadt, Mitarbeiter der bauausführenden Firma Ossenberg und Architekt Volker Finger auf dem Platz Messungen vorgenommen. Mit den Ergebnissen dieser Untersuchungen soll die Qualität der ausgeführten Arbeiten beurteilt werden.

Insgesamt 47 Messpunkte, nach einem festgelegten Raster über den gesamten 2600 Quadratmeter großen Platz verteilt, sollen die Daten für die Beurteilung der Arbeitsqualität liefern.

An diesen Punkten wurde am Mittwoch jeweils ein Pflasterstein aus der Fläche gelöst, um die Schichtdicke des darunter liegenden Pflasterbettes aus Feinsplitt messen zu können. „Das ist nur nachträglich möglich“, erklärte Martin Hempel von der Tiefbau-Abteilung der Stadt, warum dies – anders beim darunterliegenden Schotterbett – nicht schon während der Bauarbeiten erledigt worden ist.

Mängel bei erster Überprüfung

Neben dem Aufbau des Untergrundes, der für die Haltbarkeit des Pflasterbelages von maßgeblicher Bedeutung ist, interessiert die Stadt auch das äußere Erscheinungsbild der Fläche. Dazu wurden an jedem Messpunkt mehrere Fugen gemessen. Eine gewisse Toleranz bei der Breite der Fugen werde dem Bauunternehmen zugestanden, erklärte Hempel. Weichen die Messwerte, die sehr akribisch dokumentiert wurden, zu sehr davon ab, würden Nacharbeiten fällig.

Bei einer ersten stichprobenartigen Untersuchung vor sieben Wochen waren bereits Mängel festgestellt worden. Ob jetzt alles in Ordnung ist, werde in einigen Tagen feststehen, wenn alle gesammelten Messwerte ausgewertet worden seien, erklärte Hempel.

An einer ordnungsgemäßen Ausführung der Arbeiten habe nicht nur die Stadt ein großes Interesse, sagte Hempel: „Wir sind ja auch unseren Zuschussgebern gegenüber in der Pflicht.“ Bund und Land hatten die gesamte Baumaßnahme mit 80 Prozent, also rund 1,7 Millionen Euro gefördert.

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