Ein „schlunziges“ Krippenspiel

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Pfarrer Dirk Grzegorek, Johanna Trautmann (Mitte) und Claudia Märtens organisieren auch in diesem Jahr das Krippenspiel.

Werdohl -  Drei Engel für Pfarrer Dirk Grzegorek – Johanna Trautmann, Claudia Märtens und Olga Falz organisieren auch in diesem Jahr das Krippenspiel in der Friedenskirche Eveking. Sie motivieren die Kinder, studieren die Dialoge und Lieder mit ihnen ein und kümmern sich um Bühnenbild und Kostüme. Pfarrer Grzegorek ziehe die Fäden im Hintergrund, sagt er selber, und ist für die Technik zuständig. Professionelle Theaterscheinwerfer werden die Bühne in Szene setzen, die im Altarraum integriert wird, so Grzegorek.

Bereits im dritten Jahr entsteht in dieser Besetzung ein weihnachtliches Stück, an dem Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren teilnehmen können. Auch ältere oder jüngere Geschwisterkinder dürfen mitmachen.

„Der Schlunz“ wird in diesem Jahr von 20 bis 30 Kindern aufgeführt werden. „Die meisten Kinder und Jugendlichen kennen den Schlunz“, versichert Trautmann. Es geht um einen Jungen, der sein Gedächtnis verloren hat und von einer Familie aufgenommen wird. Er bringt deren Leben und auch das der Religionslehrerin mit seinen Fragen in Verlegenheit. Mit seiner Neugier hilft er auch anderen Kindern, die Geschichten und Botschaften der Bibel zu verstehen.

Das gleichnamige Buch von Harry Voss dient in diesem Jahr als Vorlage. Informationen zum Bühnenbild und auch der Besetzung für ein Krippenspiel stehen bereits in dem Buch.

Das Stück sei klassisch, aber anders inszeniert: „Wir nehmen das schon ernst, wir geben dem Ganzen aber auch eine Rahmenhandlung“, sagt Pfarrer Grzegorek. Es gehe eben nicht nur um Maria und Josef, „die Kinder sollen sich damit identifizieren.“

Zahlreiche Ehrenamtliche helfen bei den Vorbereitungen des Stücks. 15 Freiwillige waren im vergangenen Jahr an der Durchführung des Krippenspiels „Was hat wohl der Esel gedacht?“ beteiligt. Einige hätten einen Kuchen gebacken oder beim Aufbau des Bühnenbildes geholfen, erklären Trautmann, Märtens und Grzegorek. Die Arbeiten an dem Stück seien intensiv und anstrengend, aber machten allen viel Spaß, so Trautmann. Es hätten sich auch schon zahlreiche Wiederholungstäter bei ihnen gemeldet, die wieder am Krippenspiel mitwirken möchten. Auch einige enttäuschte Gesichter seien dabei gewesen, die zwar wollten, aber keine Zeit hätten, zu den Proben zu kommen, ergänzt Märtens.

Die erste Probe für das „schlunzige Krippenspiel“ findet am Dienstag, 21. Oktober, im Gemeinderaum der Friedenskirche von 17 bis 18.30 Uhr statt. Von da an wird jeden Dienstag zu gleicher Zeit fleißig geprobt. An Heiligabend wird das Stück dann um 15 Uhr im Rahmen eines Gottesdienstes gezeigt.

Beim ersten Kennenlernen in der Runde und der Vorstellung des Stücks wird schnell deutlich, wie die Rollen am besten besetzt werden. „Jeder bekommt die Rolle, die er sich wünscht und am besten zu ihm passt“, versichert Trautmann.

Von Nathalie Kirsch

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