Fahrzeuge ergänzen Modell des Gebäudes

Schlotmann-Oldtimer vor dem Werdohler Rathaus

Die olivgrauen Schlotmann-Fahrzeuge rangieren vor dem Werdohler Rathaus. Gerd Schlotmann (links) erläutert Bürgermeister Andreas Späinghaus am Modell, wie sich der Abtransport des Mobiliars aus dem Ratssaal einst abgespielt haben könnte.
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Die olivgrauen Schlotmann-Fahrzeuge rangieren vor dem Werdohler Rathaus. Gerd Schlotmann (links) erläutert Bürgermeister Andreas Späinghaus am Modell, wie sich der Abtransport des Mobiliars aus dem Ratssaal einst abgespielt haben könnte.

Die Szene ist natürlich fiktiv, aber das Geschehen könnte sich so oder so ähnlich abgespielt haben: Vor dem Rathaus stehen oder fahren mehrere Fahrzeuge des Werdohler Transportunternehmens Schlotmann, einige fahren weg, andere kommen offensichtlich gerade erst an. Was mag da im Gange sein?

Geht es nach Gerd Schlotmann, dem ehemaligen Inhaber des traditionsreichen Transportunternehmens, gibt die Szene, die mit Fahrzeugminiaturen vor dem Modell des Rathauses dargestellt wird, die Tätigkeit des Unternehmens im Zusammenhang mit der Renovierung des Sitzungssaales wieder. „Wir haben damals die Einrichtung aus dem Ratssaal abtransportiert. Gut möglich, dass dabei auch diese historischen Fahrzeuge zum Einsatz gekommen sind“, erklärt er.

Für historische Fahrzeuge hat Schlotmann nämlich ein Faible. Mehrere Oldtimer hat er in den 46 Jahren, in denen er das Transportunternehmen geleitet hat, in den Fuhrpark aufgenommen. „Ich bin dagegen, dass alte Autos hinter Museumsmauern verschwinden. Bei uns hatten die Tüv, waren im Einsatz, wir haben damit Geld verdient“, blickt Schlotmann, der das Unternehmen vor gut vier Jahren an Ralf von Heder übergeben hat, zurück.

Wiking legt regelmäßig Miniaturen auf

An den alten Fahrzeugen einen Narren gefressen hat auch das Lüdenscheider Modellbauunternehmen Wiking, das deswegen regelmäßig Miniaturen von Fahrzeugen aus dem Schlotmann-Fuhrpark auflegt. Immer im Maßstab 1:87 und immer mit der originalen olivgrauen und orangefarbenen Schlotmann-Lackierung. Erst im vergangenen Jahr war es der 1978 gebaute Mercedes Benz 240 D mit Anhänger.

Zur Ergänzung des Werdohler Rathausmodells, das Albert Kook 1998 gebaut hat und das auf einem Flur zwischen Altbau und Neubau zu besichtigen ist, hat Gerd Schlotmann nun fünf Miniaturfahrzeuge ausgewählt. Da ist zum Beispiel Unimog U 406 mit Schneeräumschild, dessen großes Vorbild 1979 erstmals zugelassen wurde und fast 30 bei der Firma Vossloh im Einsatz war. Auch das Modell eines VW T3 Pritschenwagens mit Doppelkabine lässt Schlotmann vor dem Rathaus vorfahren; das Original ist früher für die Brüninghaus-Werkfeuerwehr im Einsatz gewesen. Ein VW Käfer 1200, Baujahr 1955, biegt in der Modell-Darstellung gerade mit Anhänger von der Goethestraße in Richtung Stadtbrücke ab. „Der hat sogar noch das alte AL-Kennzeichen“, sagt Schlotmann.

Ein Opel-Blitz aus dem Jahr 1934

Ein Teil der Möbel aus dem Sitzungssaal könnte seinerzeit mit dem Büssing-Umzugswagen abtransportiert worden sein. Das 1963 erstmals zugelassene Fahrzeug, das noch immer bei Schlotmann im Einsatz ist, hat Gerd Schlotmann einst auf einem Frankfurter Schrottplatz aufgestöbert und anschließend restauriert. Das 1:87-Modell steht jetzt vor dem Rathaus-Modell. Dort finden Betrachter dann auch das Modell des Opel-Blitz aus dem Jahr 1934. „Das ist das älteste Fahrzeug im Fuhrpark“, sagt Gerd Schlotmann, und in seiner Stimme klingt durchaus ein bisschen Stolz mit.

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