Viel Arbeit nach Schneefällen

Schlittenfahrt endet im Krankenhaus: Feuerwehr muss verletzten Rodler bergen

Mit der Schleifkorbtrage wurde der verletzte Rodler von der Wehr zum Rettungswagen gebracht.
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Mit der Schleifkorbtrage wurde der verletzte Rodler von der Wehr zum Rettungswagen gebracht.

Den Schnee nutzten am Sonntag auch in Werdohl viele Menschen für einen Ausflug in die Natur oder eine Schlittenfahrt. Für einen Werdohler endete der Rodelnachmittag allerdings mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Bis der Mittvierziger dorthin gebracht werden konnte, hatten zunächst die Rettungskräfte und die Feuerwehr einiges an Arbeit.

Denn der Mann hatte sich bei einer Schlittenfahrt oberhalb der Straße Im Siepen in Kleinhammer so schwer am Rücken verletzt, dass er nicht mehr laufen konnte. Die Familie versuchte zunächst noch den Verletzten mit dem Schlitten zur Straße zu ziehen, „aber die Schmerzen waren einfach viel zu stark“, sagte Wehrleiter Kai Tebrün.

Mit besonderer Trage über Eis und Schnee gebracht

Weil die Rettungskräfte den Verletzten durch den tiefen Schnee nicht mit ihrem Fahrzeug erreichen konnten, wurde auch die Feuerwehr alarmiert. „Die Sanitäter haben den Mann in eine Vakuummatratze gelegt, wir haben in dann mit unserer Schleifkorbtrage ein ganzes Stück über Schnee und Eis bis zur Straße nach unten gebracht“, sagte Tebrün. Dort konnte der Verletzte in den Rettungswagen verladen und in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Werdohler Feuerwehr musste mehrere Bäume entfernen, die unter der Schneelast auf die Fahrbahn gefallen waren.

Insgesamt musste die Freiwillige Feuerwehr Werdohl am Sonntag zu acht Einsätzen ausrücken. Zunächst mussten Bäume, die jeweils unter der Schneelast zusammengebrochen waren, auf dem Nordheller Weg, der Hauptstraße in Eveking, Deitenbecke und auf der K8 in Richtung Selscheid entfernt werden. Auch auf einem Verbindungsweg oberhalb der Versestraße fiel ein Baum um. „Hier haben wir den Baum aber zunächst nicht entfernt, das soll in den nächsten Tagen eine Fachfirma übernehmen. Sonst hätten wir die Versestraße über einen längeren Zeitraum für den Verkehr komplett sperren müssen“, sagte Tebrün.

Rauchmelder: Ein Einsatz abseits des Schnees

Nach der Bergung des verletzten Rodlers und einem weiteren Baum, der zwischen Altenmühle und Bärenstein oberhalb der Bundesstraße 229 umgefallen war, hatten die Wehrkräfte auch einen Einsatz abseits des Schnees.

In einer leer stehenden Wohnung der Wohnungsgesellschaft Werdohl in einem Haus an der Ütterlingser Straße hatte der Heimrauchmelder ausgelöst und Passanten daraufhin den Notruf gewählt. Die Wehrkräfte verschafften sich Zugang zur Wohnung und kontrollierten die Räume. Ein Feuer gab es allerdings nicht, warum der Melder ausgelöst hatte, blieb unklar. Nachdem die Einsatzkräfte ein neues Türschloss eingebaut hatten, war auch dieser Einsatz beendet.

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