Schläger-Prozess ist zunächst einmal geplatzt

Noch einmal alles auf Anfang heißt es nun am Amtsgericht Altena.

WERDOHL ▪ Was lange währt, wird gut. Nun, dass das nicht immer so sein muss, zeigt ein Fall vor dem Amtsgericht Altena.

Seit dem 3. Mai mussten sich drei Neuenrader Brüder im Alter zwischen 27 und 34 Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sie sollen gemeinsam mit ihrem verhandlungsunfähigen Vater am 10. April 2009 für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt haben.

Mutmaßlich vor dem Hintergrund einer offenen Kreditschuld, sollen die Angeklagten auf einem Hinterhof in der Werdohler Fußgängerzone mit türkischen Landsleuten aneinander geraten sein. Bei der Massenschlägerei sollen sowohl Pflastersteine als auch Holzlatten zum Einsatz gekommen sein.

Es kommt zum Prozess vor dem Amtsgericht Altena. Dort entwickelt sich das Ganze zu einer unendlichen Geschichte. Die Angeklagten streiten die Vorwürfe teilweise ab oder schweigen gar völlig. Und so muss ein Zeuge nach dem anderen geladen und vernommen werden. Das nimmt mehrere Verhandlungstage in Anspruch. Das Problem: Viele Zeugen erscheinen einfach nicht und sind auch nicht auffindbar.

Der Prozess zieht sich in die Länge, ohne dass Fortschritte erzielt werden. Jetzt hat das Ganze ein – vorläufiges – Ende. Aufgrund der Tatsache, dass noch immer Zeugen fehlen, und es zudem terminliche Schwierigkeiten gibt, ist der Prozess vorerst geplatzt. Das hat zur Folge, dass es bald schon ein Wiedersehen vor Gericht geben wird, denn der Fall wird komplett von vorn aufgerollt. Bleibt abzuwarten, wie viel Geduld und Sitzfleisch dann nötig sind. In diesem Sinne: Auf ein Neues.

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