Kaum Interesse an Tipps für Schimmelbekämpfung

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Der vor allem für das südliche Kreisgebiet zuständige Umweltberater Michael Lücker gemeinsam mit Büchereileiterin Klaudia Zubkowski, die in ihrem Bestand auch Sachbücher zum Thema Schimmelbildung zur Ausleihe anbietet.

Werdohl - Die Schimmelsprechstunde, zu der die Beratungsstelle Lüdenscheid der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen für Samstagvormittag eingeladen hatte, war ein glatter Flop. Der vor allem für den südlichen Märkischen Kreis zuständige Umweltberater Michael Lücker musste bis kurz vor Ablauf der Aktion in der Werdohler Stadtbücherei darauf warten, bis zumindest ein Interessent kam, um Rat zu suchen. Das Gespräch unter vier Augen konnte deshalb ausführlicher und intensiver ausfallen.

Ganz zu den Akten gelegt ist die Beratung in Sachen Schimmelpilze in Wohnungen deshalb noch längst nicht. Die zeitliche Nähe des deprimierend verlaufenen Termins zum Weihnachtsfest „war wohl die falsche Wahl“, so vermutete Bücherei-Leiterin Klaudia Zubkowski. Aber zugleich setzte sie ein Signal: Michael Lücker habe angekündigt, einen weiteren Anlauf zu unternehmen. Zwar stehe der endgültige Termin noch nicht fest, aber im Februar oder März will der Umweltberater einen neuen Versuch in Sachen Schimmelberatung unternehmen.

Immerhin geht es um ein wichtiges und zugleich für viele auch quälendes Thema, dem Michael Lücker im Einzelgespräch auf den Grund gehen will. Ganz oben auf der Liste der Maßnahmen gegen die unliebsamen Mitbewohner steht ein Kernsatz: Der Schimmelpilz kann der Gesundheit schaden. Um sie zu schützen, gibt es diverse Maßnahmen. Die fangen beim richtigen Verhalten beim Heizen und Lüften an und hören bei geeigneten Dämmungen auf. Dazwischen liegen eine Menge Tipps, die für den Kampf gegen das Problem Schimmelpilz wichtig sind.

Gefahr für die Gesundheit

Die für die Menschen so ungesunden Mitbewohner kommen schneller, als man denken mag. Zunächst werden sie nicht bemerkt, dann sind sie da! Vor allem im Winter und in den Übergangszeiten – so die gesicherte Erkenntnis – machen sie sich in vielen Wohnungen breit. Zu finden sind die Pilze an Außenwänden und natürlich innen in Ecken, hinter Möbeln, Vorhängen oder Bildern. Das Ganze sieht nicht nur schlecht aus, sondern gefährdet neben der Gesundheit der Bewohner – mit vielfältig ausgeprägten Problemen, die auch den Arztbesuch unumgänglich machen können – auch die Bausubstanz.

Der Umweltberater weiß: Mangelnde Wärmedämmung, bauphysikalische Fehler, Bauwerkschäden, Rohrbrüche, Überschwemmungen (wie sie etwa in direkter Nähe zur Lenne vorkommen können), Neubaufeuchtigkeit und unzureichende Beheizung und Lüftung lassen Schimmelpilze im übertragenen Sinne in die Hände klatschen. Dazu kommen noch Wasserdämpfe jeglicher Art, wie sie im Haushalt tagtäglich anfallen.

Lüften, lüften, lüften

Der erfolgreiche Kampf gegen den Schimmelpilz kennt nur einen wahrhaft richtigen Begriff: Lüften, lüften und nochmals lüften – je nach Jahreszeit mehr oder etwas weniger, nicht nur in der Wohnung, sondern auch im Keller. Ein Faltblatt der Verbraucherzentrale gibt da detailliert Auskunft. Zudem sollten schnell auskühlende Außenwände und angrenzende Raumecken nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt werden. Fliesen im Bad müssen trockengewischt und Wäsche sollte nicht in der Wohnung getrocknet werden.

Tipps zum richtigen Heizen, wie man Schimmel beseitigt oder was im Zuge einer Sanierung erforderlich ist, können auch dem erwähnten Faltblatt entnommen werden. Da gewöhnlich aber mehr Fragen auftauchen als Antworten in einem Informationsblatt stehen, empfiehlt sich die Kontaktaufnahme zur Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW an der Altenaer Straße 5 in Lüdenscheid (Telefon 0 23 51/3 79 50 05). Sprechzeiten gibt es mittwochs von 10 bis 13 und 15 bis 17 Uhr.

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