Schaulustige ausdrücklich erwünscht

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Diesmal waren sie ausdrücklich erwünscht: Viele Schaulustige verfolgten gespannt, wie die Feuerwehr vorsichtig und präzise den „verletzten“ Fahrer aus dem Auto sicherte und befreite.

Werdohl -  Ein Unfall mitten in der Stadt. Klar, dass die Schaulustigen da nicht lange auf sich warten ließen. Diesmal aber waren sie ausdrücklich erwünscht. Und so wurden die vielen Zuschauer Sonntag Nachmittag auf dem Colmans-Platz nicht verscheucht, sondern von Georg Koch ausdrücklich begrüßt.

Er moderierte für den Löschzug Stadtmitte, was so hautnah in den seltensten Fällen zu erleben ist. Ein Auto war – so die gestellte Situation – gegen den Bordstein gekracht. Um den verletzten Fahrer zu bergen, musste das Fahrzeug mit vereinten Kräften und passendem Gerät auseinandergenommen werden. Mal eben die Tür aufschneiden, Verletzten rausholen und fertig, ist dabei nicht.

Das mussten auch einige der Zuschauer zur Kenntnis nehmen, denen sich die mehr als halbstündige Aktion dann doch als zu langwierig gestaltete und die vor dem guten Ende den Schauplatz verließen. Aber die Werdohler Feuerwehr wollte zeigen, wie sie im Ernstfall agiert. Und das gelang ihr auch bestens. Die Rettung aus dem verunglückten Pkw war nur eine der Aktionen am „Tag der Rettungskräfte“.

Die Kameraden der Wehr hatten in der Innenstadt alles an Gerätschaften aufgefahren, was sie haben. Gemeinsam mit den Angeboten von DLRG, DRK und THW bot sich den Besuchern da ein umfassender Überblick über die Leistungsfähigkeit der Rettungskräfte vor Ort.

Vor allem die Kinder genossen es, aufs Rettungsboot zu klettern oder am Steuer eines Einsatzfahrzeuges Platz zu nehmen.

Dermaßen abgesichert konten die Werdohler und auswärtige Besucher beruhigt zum Einkaufsbummel starten. Am Mittag war die Resonanz auf den verkaufsoffenen Sonntag noch etwas verhalten, doch im Laufe des Nachmittags füllten sich die Straßen und Geschäfte zusehends. Von Beginn an allerbeste Geschäfte machten dagegen die Eisdielen. Und auch das Stadtmuseum freute sich über reichlich Besucher, die die auf den Nachmittag verschobenen Öffnungszeiten nutzten.

Von Hildegard Goor-Schotten

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