Schatzsuche am Lenneufer mit fantastischem Ausblick

+
Nach einem kurzen Anstieg werden die Schatzsucher mit einer Pause an einem lauschigen Plätzchen und dieser Aussicht belohnt.

WERDOHL - Bei der Suche unter Sträuchern und im Herbstlaub werden Kindheitserinnerungen wach: So fühlte es sich doch an, als die Eltern am Ostersonntag bunte Eier und glänzend verpackte Schokohasen versteckt hatten, und die Suche danach endlich im Garten beginnen konnte. Allerdings ist das begehrte Objekt jetzt eine Plastikdose – in der sich das Geocaching-Logbuch der Stadtumbau-Runde befindet.

Gemeinsam mit Anna Schwengers vom Stadtumbaubüro, Stadtplaner Stefan Groß und Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs begibt sich SV-Redakteurin Carla Witt auf „Schatzsuche“. Los geht es am Stadtumbau-Büro, in dessen Schaufenster eine Geocaching-Anleitung und die Koordinaten der zweiten Station zu finden sind. Nachdem die kostenfreie App problemlos heruntergeladen ist, können die Koordinaten eintippt werden. Dann geht es los. Ausgestattet mit zwei Smartphones und einem Navigationsgerät macht sich die vierköpfige Gruppe auf den Weg, wobei Andreas Haubrichs für weitere Hilfestellung zuständig ist. Mitsuchen darf er nicht – schließlich hat die fünf kleinen PET-Behälter an den Stationen und den Cache am Ziel selbst versteckt.

Bis zur ersten Station ist es nicht besonders weit – das zeigen zumindest die Smartphones und das Navigationsgerät an, mit deren Hilfe der Weg gut zu finden ist. In der Nähe des ersten Etappenziels wird es schwieriger: Die Koordinaten sind noch zu ungenau. „Deshalb hatten einige Leute hier auch Probleme, die erste Station zu finden“, stellt Haubrichs fest. Er nutzt die Gelegenheit, um alle Koordinaten erneut nachzumessen und, falls notwendig, zu korrigieren.

Trotz dieser Hürde ist das PET-Röhrchen dank Haubrichs noch relativ schnell gefunden. „Man sieht es sofort, wenn man zur richtigen Stelle blickt“, stellt Anne Schwengers fest, die das Röhrchen aufschraubt und den Inhalt präsentiert. Neben den Koordinaten für das nächste Etappenziel befindet sich darin ein kleiner Steckbrief, der sich mit einem Stadtumbau-Projekt befasst. An der ersten Station wird das Fassadenprogramm beschrieben, ein entsprechendes Beispielgebäude entdecken die Geocacher nebenan.

Der Fußmarsch zur nächsten Station ist etwas weiter – bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein macht der Spaziergang durch die Stadt aber gleich doppelt so viel Spaß. Station drei befindet sich in der Nähe des wohl prominentesten Stadtumbauprojektes, auf das die Werdohler laut Steckbrief zu Recht stolz sind.

Von dort aus führt der Weg weiter zu einer Station am Lenneufer. Dann folgt ein Anstieg, der für Kinderwagen nicht geeignet ist und kurzfristig etwas Anstrengung kostet. Belohnt werden die Schatzsucher mit einem eindrucksvollen Blick auf die Lenne und die Stadt. Ein Tipp: Wer ein Picknick während der Geocaching-Tour plant, sollte es unbedingt an dieser Station einplanen. Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen, wie das Team feststellen muss: Es wimmelt nur so vor Versteckmöglichkeiten, so dass etwas Zeit vergeht, bis das PET-Röhrchen gefunden ist.

Die vorletzte Station liegt erneut am Lenneufer – einigermaßen geschützt vor Hochwasser. „Außerdem sind die Röhrchen wasserdicht“, verrät Andreas Haubrichs augenzwinkernd.

Ausgerüstet mit den Zielkoordinaten geht es schließlich zurück ins Stadtzentrum – wo die eingangs erwähnte Plastikdose im Grünen auf Entdecker wartet. Nach einer letzten Suchaktion hält das Team den Cache in den Händen. Darin befindet sich das Logbuch, in das sich die erfolgreichen Geocacher nun gerne eintragen. Nach gut zwei Stunden und rund dreieinhalb Kilometern Fußweg fühlen sich die Testpersonen ein wenig wie Indiana Jones – und können die Stadtumbau-Runde guten Gewissens weiterempfehlen. Zumal Andreas Haubrichs die Koordinaten angepasst und im Internet zusätzliche Hinweise für die Suche hinterlassen hat.

Von Carla Witt

http://www.opencaching.com

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare