Wohnungsgesellschaft lässt Gebäude abreißen

Schandfleck an der Dammstraße 17 in Werdohl verschwindet

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Die Wohnungsgesellschaft hat dieses etwa 60 Jahre alte Haus an der Dammstraße bei einer Zwangsversteigerung erworben und lässt es derzeit abreißen.

Werdohl - „Es ist wirklich kein Schmuckstück mehr“, sagt Markus Zanger, Prokurist der Wohnungsgesellschaft (Woge) Werdohl. Er steht gemeinsam mit Ingo Wöste, Geschäftsführer der Woge, vor dem Haus an der Dammstraße 17. Hinter ihnen kracht es. Ein Bagger lässt das Balkongeländer in einen großen Container fallen. In einigen Tagen wird von dem Haus und den anderen Gebäuden auf dem Grundstück nichts mehr übrig sein.

Das Gebäude sei in den 1950er-Jahren gebaut worden, erzählt Ingo Wöste. Einst sei es die Adresse der Baustofffirma Filthaut gewesen, später sei dort die Bauunternehmung Gebrüder Schmidt zu Hause gewesen, sagt der Woge-Geschäftsführer und fügt hinzu: „Das dürfte vielen Werdohlern noch etwas sagen.“ Anschließend sei das Grundstück durch viele Hände gegangen und zuletzt immer mehr verfallen.

Im Frühjahr dieses Jahres habe die Wohnungsgesellschaft die Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung ersteigert. Das Haus und kleinere Gebäude sollen nun dem Erdboden gleich gemacht werden.

„Wir haben da bestimmt schon zehn Container Müll rausgeholt“, gibt Wöste einen Einblick in die Zustände des Gebäudes. Er glaubt, dass das Haus und die anliegenden Gebäude den Werdohlern nicht fehlen werden. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen und die 2500 Quadratmeter große Fläche geschottert werden.

Wofür sie später einmal genutzt werden soll, konnte Ingo Wöste noch nicht verraten. „Das ist erst mal zur Grundstücksbevorratung“, sagt er, konkrete Pläne gebe es noch nicht. In die Entsorgung der Abfälle und den Abriss habe die Wohnungsgesellschaft eine fünfstellige Summe investiert.

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