3. Werdohler Wirtschaftsfrühstück

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An dem von Schaeffler Engineering umgebauten Audi TT 48 V Hybrid demonstrieren die Werdohler Antriebsentwickler, dass die elektrische Fortbewegung der Zukunft durchaus sportlich und sparsam zugleich ausfallen kann.

Werdohl - Hochentwickelte elektrische Antriebssysteme für Autos der Zukunft gab es am Dienstag beim dritten Werdohler Wirtschaftsfrühstück zu bestaunen. Geschäftsführer Rolf Laufs stellte Schaeffler Engineering vor, ein international tätiger Spezialist zur Entwicklung von Fahrzeugtechnologie.

Die Gäste aus Wirtschaft und Politik waren beeindruckt von dem, was sich in den Laboren im Firmensitz am Kettling zwischen Kracht und den Märkischen Werkstätten so abspielt. Schon sehr früh morgens, in der Regel vor dem Arbeitsbeginn in den Firmen, wird beim Werdohler Wirtschaftsfrühstück zu Kaffee und belegten Brötchen in ein interessantes Unternehmen in der Stadt eingeladen. Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen, gestern vertreten durch den SIHK-Vizepräsidenten Dietrich Alberts, lädt in unregelmäßigen Abständen gemeinsam mit der Werdohl Marketing GmbH zu diesen Netzwerktreffen ein. Beim Frühstück und dem anschließenden Vortrag samt Firmenbesichtigung können die Werdohler Entscheider und Firmenlenker miteinander ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen oder neue Netzwerke anbahnen.

Bürgermeister Siegfried Griebsch nahm am Dienstag zum letzten Mal an dieser Reihe teil. Er sei sicher, dass sein Nachfolger im Amt ebenfalls alles dafür tun werde, den Standort Werdohl zu pflegen. In einem Kurzvortrag stellte Rolf Laufs gut verständlich sein Unternehmen vor, bevor die Gäste in ausgewählte Bereiche der Ideenschmiede einen Blick werfen durften. Dazu war sogar die persönliche Unterzeichnung einer Übereinkunft über Geheimhaltung nötig.

Schaeffler Engineering ist seit 2004 eine einhundertprozentige Tochter der Schaeffler AG. Früher hieß das Unternehmen „Atlas Fahrzeugtechnik“, gegründet wurde es schon 1979. Weil Schaeffler Engineering selbst keine Fahrzeuge baut, sei der Name in der Öffentlichkeit kaum bekannt, so Laufs, man verstehe sich auch eher als ein „hidden champion“. 2013 beschäftigte SE 170 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 17,7 Millionen Euro, durch einen Zusammenschluss komme SE in 2014 auf 30 Millionen Euro Umsatz bei 260 Mitarbeitern.

Weltweit dramatische Reduktionen beim Kraftstoffverbrauch – getrieben durch die Gesetzgebung zum CO2-Ausstoß – seien das Wachstumspotenzial von SE. In Werdohl werden daher alternative elektrische Antriebsarten für Fahrzeuge entwickelt. Zum Beispiel wird in einem Ford Fiesta der gesamte elektrische Antrieb in der 16-Zoll-Felge verbaut. Diese Idee spart eine Menge Platz bei der Autokonstruktion und dürfte zukunftsweisend sein bei der Entwicklung von rein elektrisch fahrenden Autos für Großstädte. Laufs: „Damit ist eine komplett neue Fahrzeuggeneration möglich.“ Beim Schaeffler 48 Volt Hybrid, einem umgebauten Audi TT, geht es aktuell um die Entwicklung eines elektrischen Zusatzantriebssystems ohne die sonst übliche Hochvoltspannung. - Von Volker Heyn

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