Versicherungsfachmann selbst im Hochwasser-Einsatz

Schadenssumme mehr als eine Million Euro

Das Hochwasser flutete Mitte Juli auch in Werdohl Teile des Stadtgebiets und sorgte für Schäden in Millionenhöhe.
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Das Hochwasser flutete Mitte Juli auch in Werdohl Teile des Stadtgebiets und sorgte für Schäden in Millionenhöhe.

„Wer bisher noch keine Elementarversicherung hat, und in der Nähe von Lenne oder Verse wohnt, der hat momentan noch die Möglichkeit eine solche Versicherung abzuschließen“, stellt Michael Berger fest.

Der Werdohler, der seit 27 Jahren im Versicherungsgeschäft tätig ist, und eine Generalagentur der Württembergischen Versicherung betreibt, weiß: Bisher haben sich die Versicherungsbedingungen nach der Flutkatastrophe Mitte Juli noch nicht verändert. Doch das könnte sich ändern: „Je nachdem, wo man wohnt, kann es durchaus sein, dass man Elementarschäden demnächst schwer versichern kann.“

Er habe eigentlich gerade in den Urlaub starten wollen, als ihn am 14. Juli ein Bekannter und Kunde um Hilfe bat, erzählt Berger. „Er wohnt an der Verse, die sich in ein reißendes Gewässer verwandelt hatte. Gemeinsam mit meiner Frau habe ich dort bis in die Nacht geholfen, um dem Wasser im Gebäude Herr zu werden“, berichtet der Werdohler. Nach diesem Erlebnis habe er seinen Urlaub nicht angetreten, um die Schäden der betroffenen Kunden möglichst schnell aufnehmen zu können.

Fahrzeug bis heute nicht wieder aufgetaucht

„Die Schadenssumme meiner Kunden beläuft sich auf mehr als eine Million Euro“, hat Michael Berger inzwischen ausgerechnet. „Dazu kommen aber noch die Schäden, die an Fahrzeugen entstanden sind.“ Unter anderem berichtet der Versicherungsfachmann von einem großen Anhänger, „der nicht einmal direkt an der Verse abgestellt war“. Bis heute sei dieses Fahrzeug noch nicht wieder aufgetaucht. „Die Verse hat es einfach mitgerissen, der Anhänger ist verschwunden.“

Etwa 50 Prozent der betroffenen Kunden in Werdohl seien Privatpersonen, die andere Hälfte bestehe aus Firmenkunden. Zum Glück hätten sich etwa 90 Prozent der Betroffenen im Laufe der Zeit mit Elementarversicherungen eingedeckt. „Nach den Hochwasserereignissen der vergangenen Jahre in Deutschland haben wir allerdings auch ganz massiv für die Elementarversicherung geworben. Viele Werdohler haben das Angebot dann angenommen“, erläutert Michael Berger.

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