Sommerfreizeit in der Normandie

CVJM Werdohl erlebt spannende Wochen

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28 Jugendliche und 11 Betreuer verbrachten abwechslungsreiche Tage in Agon-Coutainville und Umgebung. Spiel, Sport, eindrucksvolle Besichtigungen und Phasen der Stille wechselten sich dabei immer wieder ab.

Werdohl - Die Sommerfreizeit des CVJM in Werdohl in der Normandie ist jetzt zwar schon eine Woche lang Geschichte – aber: Sie wird den 28 Jugendlichen und 11 Betreuern in bester Erinnerung bleiben. „Wir haben“, so die Zusammenfassung von Teamleiter Uwe Röther jr. und Susanne Mankel, „zwei richtig gute und vor allem abwechslungsreiche Wochen in Agon-Coutainville erlebt“.

Röther hob die gute Gemeinschaft innerhalb der Reisegruppe hervor, die den Vorteil in Anspruch nehmen konnte, eine Kapelle vor Ort zu nutzen, um auch Phasen der Stille zu erleben und dort kleine Liturgien auf sich wirken zu lassen und besondere Lieder zu singen.

Abgesehen vom täglichen Programm hatte die Sommerfreizeit auch zwei ganz besondere Höhepunkte zu bieten. So habe der Besuch der Landungsstrände der Alliierten (D-Day am 6. Juni 1944) sowie des dortigen Soldatenfriedhofes und des Overlord-Museums bei der Gruppe – und auch bei den Teamern – eine nachhaltige Wirkung erzielt. Die Geschichte mit der Einleitung der Endphase des Zweiten Weltkrieges sei für alle greifbar geworden. Der Besuch des Friedhofes mit seinen einheitlich gestalteten Gräbern habe optisch nachhaltig erkennbar gemacht, welche Opfer auf dem Weg zur Freiheit für die Menschen nötig waren.

Eine Woche später ging es dann im Rahmen eines Tagesausfluges nach St. Malo – verbunden mit einer Fotochallenge. Auch dort – vor allem in der historischen Altstadt – saugten die Teilnehmer französisches Flair auf. Einen Besuch von St. Michel hatte die Gruppe allerdings ausgeklammert. „Da waren einfach zu viele Touristen“, begründete Röther die Entscheidung. „Wir hätten gut drei Stunden anstehen müssen“, um das Ziel zu erreichen. Da vertrieb man sich doch lieber die Zeit unter anderem mit einer QR-Code-Rallye, in deren Verlauf dort und da schon einmal mehrere Kilometer in die falsche Richtung gegangen wurde.

Abgesehen von den Programm-Angeboten an den Nachmittagen und Abenden (unter anderem ein Casinoabend), stand vormittags Bibelarbeit auf dem Plan, die abwechslungsreich und spannend gestaltet wurde. Im Laufe der zwei Wochen „haben wir die David-und-Goliath-Geschichte über Sauls Eifersucht und Ehebruch mit Bathseba bis hin zu Nathans Verheißung und zur Geburt Jesu bearbeitet“.

Dass dabei auch die Weihnachtsgeschichte in den Fokus rückte, war zugleich eine Steilvorlage für eine besondere Einlage. Die Teilnehmer der Sommerfreizeit verwandelten sich – zumindest auf dem Kopf – in Weihnachtsmänner und -frauen, zogen aus zur Schneeballschlacht und ließen künstlichen Schnee auf sich herunterregnen. Der Hausmeister des Quartiers in Coutainville wusste zwar nicht, warum das da gerade passierte – aber er zeigte Humor und wünschte in deutscher Sprache „frohe Ostern“.

Ein Sport-Turnier um den Normandie-Cup begeisterte die knapp 40 Sauerländer ebenfalls. In den Disziplinen Fußball, Volleyball, Tischtennis und bei einem Taktikspiel namens Jugger hatten die Betreuer hauchdünn die Nase vorn.

Auch der letzte gemeinsame Abend hatte es dann noch einmal in sich: Die Betreuer mussten gegeneinander antreten – beim Topfschlagen, Lieder-Memory und Mehlsingen, wobei das „eine arg staubige Angelegenheit“ gewesen sei, wie Röther berichtete. Zum guten Schluss musste die Jugendgruppe den Betreuern einschließlich des Köchinnen-Duos ein Zeugnis ausstellen – und das war eindeutig: „Wir waren zufrieden.“

Und weil das so ist, dürfte die CVJM-Freizeit im nächsten Sommer wahrscheinlich schon jetzt stark nachgefragt sein. Ziel soll dann vom 28. Juli bis 11. August 2018 das Nachbarland Österreich sein, wobei Röther schon jetzt „ein tolles Quartier“ im Umfeld von Innsbruck ins Auge gefasst hat. Wann der Anmeldestart ist, wird indes noch mitgeteilt.

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