Trotz Regens: Deshalb waren Apfelfest-Organisatoren zufrieden

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Das Apfelfest auf dem Dösseln war trotz des Regens noch ganz gut besucht.

Werdohl - „Hier sind ja überhaupt keine Stände“, moserte ein Mann beim Rundgang über das nunmehr 24. Sauerländer Apfelfest. Seine Begleiterin stimmte in die Schimpfkanonade ein: „Das grenzt an Arbeitsverweigerung.“ Tatsächlich hatten aber nur drei Standbetreiber ihr Erscheinen im Vorfeld abgesagt. Die anderen – gut 50 – waren gekommen, verriet Christian Crone.

„Wir haben allerdings kurzfristig umgeplant und die Stände näher zusammengerückt, um so die meisten in den überdachten Bereichen zu konzentrieren“, schilderte der Landwirt die Vorbereitungen auf das diesjährige Fest.

„Meistens hatten wir ja Glück. Heute ist nach dem ersten Fest und jenem 2007 erst das dritte Mal, bei dem es verregnet ist.“ Auf dem Dösseln drängten sich die Besucher in der trockenen Halle enger aneinander als gewohnt. „Doch die Sauerländer sind halt zäh“, sagte Crone und freute sich, dass auch draußen Betrieb war.

24. Sauerländer Apfelfest auf Hof Crone

Dabei kamen nicht wenige Besuche sogar aus den umliegenden Städten wie beispielsweise Lüdenscheid. „Von so ein bissschen Regen lassen wir uns doch nicht abschrecken“, sagten manche.

Sechs neue Aussteller

Die, die sich auf den Weg gemacht hatten, konnten sechs neue Aussteller in Augenschein nehmen: Die Bürgerinitiative Brunscheider Höhen informierte Interessierte ebenso wie die Solarstrom-Genossenschaft Bürger-Energie aus Lüdenscheid sowie der Leader-Verein Lenneschiene.

Andreas Struwe aus Willich bei Krefeld bot Met an – auch in alkoholfreier Form. Daniela Protmann aus Castrop-Rauxel hatte aus Filz Engel und andere Dekoartikel gestaltet. Eigens sogar aus Potsdam angereist war Andrea Rohleder. Sie bot Dinge an, welche sie mit ihrer Kalligraphie-Kunst veredelt hatte.

Einsatz für den Traktor

Auch Musik gab es wieder auf dem Dösseln. Geschützt vor der feuchten Luft, spielten die Musiker im Durchgang zwischen Halle und Hofladen. Der Versetaler Musikzug wurde mit „Zugabe“-Rufen gefeiert. Und die Versetaler Jagdhornbläser vom Hegering Lüdenscheid gaben ein vielbeachtetes Ständchen.

Am Mittag bereits zog Landwirt Crone ein zufriedenes Fazit: „Für das Wetter bin ich überwältigt davon, wie viele Besucher doch gekommen sind.“

Kurze Zeit später zog auch der Traktor – allerdings kein Fazit, sondern vielmehr auf dem Parkplatz festgefahrene Autos aus dem Matsch, in den der Regen die Äcker verwandelt hatte.

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