Sanierung Husbergbrücke ist ausgeschrieben

Unter der Brücke laufen Versorgungsleitungen – die Stadt verhandelt wegen einer Kostenbeteiligung.

WERDOHL ▪ Die Stadtverwaltung hat die Arbeiten zur Sanierung des Widerlagers der Husbergbrücke bereits Ende Juni ausgeschrieben. Fachbereichsleiter Bernd Mitschke sprach von Handlungsdruck: „Die Verhandlungen mit den Versorgungsträgern sind noch nicht abgeschlossen, gleichwohl mussten wir mit der Ausschreibung vorauspreschen.“

Der Hauptausschuss sollte sich am 14. Juni im nicht öffentlichen Teil der Sitzung auf eine Sanierungsvariante festlegen und die Verwaltung beauftragen, eine Ausschreibung zu veröffentlichen. Tagelang war danach trotz Nachfragens bei Bürgermeister Griebsch kein Ergebnis der Sitzung zu erfahren. Offensichtlich haben sich die Politiker aber für die preiswerteste von der Verwaltung vorgeschlagene Lösung entschieden.

Bernd Mitschke vom Bauamt jedenfalls ist mit der getroffenen Entscheidung zufrieden – zumal die Verwaltung den Anliegern versprochen hatte, die Brücke als 12-Tonnen-Brücke wiederherzustellen. Zwischen drei Varianten galt es zu entscheiden: Eine Lösung für 800 000 Euro, die die vollständige Sanierung des Brückenoberbaus beinhaltet, die jetzt beschlossene Lösung mit einer preiswerten Sanierung des Oberbaus für insgesamt 600 000 Euro sowie die gleich teure Alternative, die Brücke abzureißen und stattdessen die vorhandene Straße samt Höllmecke-Brücke befahrbar zu machen.

Es ist schon eine Menge Gras auf der Husbergbrücke gewachsen – nach den Ferien wird die Sanierung begonnen.

Eilig ist die Ausschreibung geworden, weil das Niedrigwasser der Lenne zwingend genutzt werden muss. Für die Sanierung des Widerlagers muss ein Damm in die Lenne geschoben werden, auf dem Material und Maschinen zur Baustelle gelangen. Die Umweltbehörde hat festgelegt, dass dieser Damm spätestens im Oktober wieder weggenommen werden muss. Mitschke: „Wir wollen direkt nach den Schulferien mit den Arbeiten beginnen.“ Das wird aber knapp: Die Arbeiten sollen zwischen dem 1. und 15. September begonnen werden und 30 Kalendertage dauern.

Von Volker Heyn

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