Ahe-Hammer: Ende Mai soll es losgehen

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Werdohl -  In einer eher harmlosen Zwickmühle befindet sich der Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer Herscheid-Werdohl: Um weitere Eigenmittel aufzubringen und Spenden zu akquirieren, braucht der Verein einen funktionstüchtigen Ahe-Hammer. Doch zunächst muss das Kellergewölbe des Denkmals so stabilisiert werden, dass es wieder gefahrlos betreten und belastet werden kann.

Ein Förderbescheid von 200.000 Euro durch die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur stellt diese Grundsanierung auf eine solide Grundlage. Architektin Katja Schlisio stellte den Beginn der Arbeiten für Ende Mai in Aussicht. Sie sollen vier bis sechs Wochen dauern. Durch eingefüllten Beton soll der vorhandene Druckbogen so stabilisiert werden, dass er weiterhin den auf ihm stehenden Schmiedeofen tragen kann.

Das Gewölbe „wurde über Jahrhunderte hinweg immer mal wieder abgestützt“, wies die Architektin auf die Probleme hin, die durch die ungewöhnliche Position des Ofens entstanden seien. Anschließend sollen das Mauerwerk und die Balkenkonstruktionen saniert werden.

Die Bewilligung von weiteren Stiftungsgeldern bis zu 65.000 Euro ist an die Bedingung gebunden, dass die gleiche Summe aus anderen Quellen aufgebracht wird. Diese zusätzliche Finanzspritze würde weitergehende Sanierungsmaßnahmen ermöglichen.

Siegfried Griebsch wurde wieder zum Vorsitzenden gewählt.


Die Vereinsmitglieder taten bei der Jahreshauptversammlung im Hof Repke ihr Möglichstes, um auch diese Mittel für den Hammer zu bekommen: Laut Beschluss sollen bis zu 7000 Euro aus dem Vereinsvermögen auf das Konto der Stiftung gehen, wodurch Mittel in Höhe von weiteren 14.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen an dem Gebäude zur Verfügung stünden.

Darüber hinaus soll die Kasse allerdings derzeit nicht strapaziert werden, weil der Verein die vorhandene Blockhütte erweitern möchte. „Wir brauchen dringend Platz, um Material zu lagern“, sagte der Vorsitzende Siegfried Griebsch. Für solche Kosten ist die Stiftung nicht zuständig, die sich um den Erhalt denkmalgeschützter Gebäude bemüht.

Der Bewilligungsbescheid fordert zudem bestimmte Eigenleistungen im Bereich des Naturschutzes von Nistkästen bis zu einer Wildwiese. Die mögliche Zusatzförderung ist nun ein verlockendes Ziel für verschiedene Aktivitäten, um Eigenmittel zu generieren: Schmiedetage sind dabei die erste Wahl, aber ob diese schon in dieser Saison durchgeführt werden können, ist noch nicht endgültig entschieden. Die Architektin zeigte sich zuversichtlich, konnte aber keine Garantie abgeben.

Udo Böhme ist neuer Geschäftsführer des Fördervereins.


„Wir werden in der Bevölkerung gefragt: ‘Wann wird wieder geschmiedet?!’“, hieß es aus der Versammlung. Doch letztlich überwog die Freude über den Beginn der Sanierung: „Es wird einen fertigen Ahe-Hammer geben“, stellte die Architektin abschließend fest.

Personell blieb beim Verein fast alles beim Alten: Die Versammlung bestätigte und entlastete den Vorstand rund um Siegfried Griebsch. Lediglich eine Veränderung wurde ebenfalls einstimmig befürwortet: Udo Böhme übernahm das Amt des Geschäftsführers von Matthias Neuhaus, der aus beruflichen Gründen nicht wieder angetreten war.

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