Gut 2600 Werdohler wählten per Brief

+
Und wieder wandern Briefwahlunterlagen in eine der fünf Urnen. Yasemin Kalay nahm sie im Ratssaal entgegen.

Werdohl - Beinahe im Minutentakt kommen Wähler in den Ratssaal. Yasemin Kalay nimmt den einen ausgefüllte Briefwahlunterlagen ab, den anderen händigt sie diese erst aus. So holt ein Bürger gerade den Stimmzettel für seine Mutter aus dem Rathaus ab. Bis Freitagmittag haben im Ratssaal 2682 Werdohler per Briefwahl bereits gewählt.

Die anderen haben am Sonntag in den jeweiligen Wahllokalen die Möglichkeit, ihr Kreuzchen zu machen. Wahlleiterin Andrea Mentzel blickt gelassen auf den Wahltag.

Es ist die nunmehr elfte Wahl, über die sie aus dem Rathaus heraus wacht. 2009 begann sie mit dieser Aufgabe. „In meinem ersten Jahr habe ich gleich eine Kommunal-, eine Bundestags- und eine Europawahl betreut“, blickt sie zurück.

Schief gelaufen sie nie etwas. „Nur einmal bin ich am Wahltag zum Wahllokal bei Klute-Olbrich gefahren.“ Die Wahlhelfer hatten sich beim Auszählen in der Hektik und Aufregung letztlich verzettelt. „Da hilft ein Blick von außen, wir hatten dann schnell den Fehler gefunden“, erinnert sich Wahlleiterin Mentzel.

Am Freitagmittag war sie zuversichtlich: „Bis jetzt läuft alles rund. Ich bin sehr zufrieden.“ Alle Urnen und Sichtblenden hatten Bauhof-Mitarbeiter im Laufe der Woche in die Wahllokale gebracht. Zwar hätten sich in den vergangenen Tagen noch ein paar Wahlhelfer krankgemeldet, alle Positionen konnten aber neu besetzt werden.

Viele der Wahlhelfer sind Mitglieder der Ratsfraktionen. Sie und andere interessierte Bürger treffen sich am Sonntagabend ab etwa 18.30 Uhr im Rathaus. Dann ist Mentzel bereits seit 7.30 Uhr im Dienst. Ihr Arbeitstag endet am Abend, wenn alle Werdohler Stimmen ausgezählt sind.

Dass das auch problemlos geschieht, sichert Citkomm, das kommunale Datenverarbeitungs-Zentrum (KDVZ), an welches etliche Kommunen des Landes angeschlossen sind. Mentzel verrät: „Das KDVZ hat in der Vorwahlzeit auch Massentests gemacht, um sicherzustellen, dass alles funktioniert.“

Bis Samstagmittag, 12 Uhr, können Werdohler, die auf dem Postwege keine Wahlunterlagen erhalten haben, ihren Stimmzettel abholen. „Die alten werden dann vernichtet“, erklärt Menzel, „damit niemand zwei Mal wählen kann.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare