Zupfmusik zum Schunkeln in der Stadtbücherei

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Das Märkische Zupforchester griff am Samstag in der Stadtbücherei in die Saiten. Günter Seltzer (links) ist aktuell das älteste Mitglied des Orchesters. Saily Schulte-Moredo (2. von rechts) lehrt auch das Gitarrenspiel.

Werdohl - Musiker aus dem gesamten Märkischen Kreis locken Zuhörer aus dem gesamten Kreisgebiet an: Über reges Interesse an ihrem Hobby erfreuten sich am Samstag die Mitglieder des Zupforchesters. Ihr Konzert in der Stadtbücherei, das in der Reihe Stadtparkkonzerte stattfand, war gut besucht.

Kirsten Amrhein, musikalische Leiterin des Ensembles, stimmte vor Ort noch kurz die Saiten der Gitarren, Mandolinen und Mandolas. Dann ging es auch schon los. Mit Chaconne a-Moll, genannt Nordfahrt, von Hermann Ambrosius präsentierte sich das Orchester in voller Stärke. Lange war der Platz eines Bassisten unbesetzt. Beim Konzert in der Stadtbücherei übernahm erstmals Burkhard Umlauf aus Hamm diesen Part. Er gab den Stücken mit seinem Kontrabass die nötige Tiefe. Das kam beim Publikum gut an.

Dem Märkischen Zupforchester gehören Männer und Frauen zwischen 30 und stolzen 86 Jahren an. Ältestes Mitglied des Ensembles ist Günter Seltzer. Seit rund 20 Jahren spielt er dort die Mandoline. Sein drei Jahre jüngerer Orchesterkollege Peter Crummenerl greift in die Saiten der etwas größeren und daher tiefer klingenden Mandola. „Seit 30 Jahren jetzt schon“, sinniert Crummenerl. Die Zupfmusik weiß ihn dennoch immer neu zu begeistern. „Diesmal haben wir ein Konzert ohne Folklore und die alten Meister“, fasst er zusammen. Viele der Komponisten lebten noch. So manche Melodie rufe ein Schmunzeln hervor.

„Ich spiele mit, weil es mir Spaß macht, aber andere sind besser“, lacht Günter Seltzer. Auch seine Tochter sei Teil des Zupforchesters.

Seltzer fing vor mehr als 50 Jahren an zu musizieren, zunächst mit der Gitarre. „Ich war Schreiner. Eines Tages kam einer mit einer Mandoline in die Werkstatt. Die habe ich ihm repariert“, erzählt er von seinem ersten Kennenlernen dieses Instruments. Jahre später habe er deshalb von der Gitarre zur Mandoline gewechselt. Nach Jahren im Lüdenscheider Mandolinenorchester freut sich Seltzer nun auf die wöchentlichen Probenabende des Märkischen Zupforchesters.

Die Frauen und Männer üben gemeinsam in der Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen. Jüngst zum Beispiel „Die kleine Lachmusik“ von Wolfgang Schröder. Die Neukomposition von 21 bekannten Werken sorgte beim Publikum in der Stadtbücherei für beste Unterhaltung und regte zum Mitraten an. Herzlich lachte es, als der Oktoberfest-Schunkel-Klassiker „In München steht ein Hofbräuhaus“ angespielt wurde.

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