Quote jetzt bei 9,3 Prozent

Saisontypischer Anstieg der Arbeitslosigkeit

In Werdohl kam es im Januar zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit.
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In Werdohl kam es im Januar zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Im Januar kam es zu einem saisontypischen Anstieg der Arbeitslosigkeit. So vermeldete die Agentur für Arbeit am Freitag, dass in Werdohl zuletzt 1125 Menschen ohne Job waren.

Verglichen mit den Zahlen des Vormonats ist dies ein Plus von 4,8 Prozent (52 Personen). Im Jahresvergleich erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen pandemiebedingt sogar um 21 Prozent. So waren im Januar 2020 nur 930 Werdohler arbeitslos.

Damit erhöhte sich in diesem Zeitraum die Arbeitslosenquote für den Agenturbezirk Werdohl, der auch Neuenrade umfasst, deutlich um 1,5 Punkte auf jetzt 9,3 Prozent. Auch kreisweit steigt die Arbeitslosigkeit. So meldete die Arbeitsagentur für Januar 17 388 Märker ohne Job (+4,1 Prozent gegenüber Dezember). Kreisweit liegt die Arbeitslosenquote damit bei 7,6 Prozent (Januar 2020: 6,7 Prozent).

Wieder mehr Kurzarbeit

In den zehn Jahren zuvor lag die Veränderung über den Jahreswechsel von Dezember auf Januar durchschnittlich bei 5,5 Prozent. „Das zeigt uns, dass der Arbeitsmarkt weiterhin recht robust reagiert und sogar saisonale Effekte ausgleicht“, sagt Sandra Pawlas, Chefin der Agentur für Arbeit Iserlohn.

Steigende Zahlen in den Hönnestädten

Auch für Neuenrade und Balve vermeldet die Agentur für Arbeit steigende Zahlen im Januar. In Neuenrade waren zuletzt 379 Personen ohne Job (+ 6,2 Prozent gegenüber dem Vormonat). Im Jahresvergleich erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 12,5 Prozent. In Balve waren im Januar mit 281 zwölf Personen mehr arbeitslos als im Dezember (+ 4,5 Prozent). Verglichen mit dem Januar 2020 liegt die Veränderung bei 16,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote für den Bezirk, der Balve und Menden umfasst, beträgt 5,6 Prozent (Januar 2020: 5,0 Prozent).

Seit dem neuerlichen Lockdown steigt allerdings die Kurzarbeit im Märkischen Kreis wieder. So wurden kreisweit für Dezember 352 Anzeigen mit 3631 potenziell betroffenen Personen gestellt. Im November waren es 309 Anzeigen mit 2487 potenziell betroffenen Personen. Für den Januar liegen noch keine Zahlen vor.

Lockdown wirkt sich auch auf den Stellenmarkt aus

Auch auf den Stellenmarkt wirkt sich der Lockdown aus. Unternehmen aus der Region meldeten in diesem Monat 794 sozialversicherungspflichtige Stellen und damit 262 weniger als noch im Dezember. Im Bestand befanden sich zuletzt 3427 offene Stellen, 148 weniger als im Vormonat und 1271 weniger als im Januar 2020.

„Das Niveau der Arbeitslosigkeit ist weiterhin hoch, die Auswirkungen des Lockdowns sind aber bisher verhältnismäßig moderat“, sagt Sandra Pawlas. Arbeitgeber in der Region nutzten auch zu Jahresbeginn weiterhin das Instrument der Kurzarbeit, um ihre Beschäftigten zu halten. „Wir verzeichnen aktuell keine hohen Zugänge aus Erwerbstätigkeit, aber wir erleben, dass weniger Menschen die Arbeitslosigkeit beenden und Arbeit aufnehmen“, so Pawlas weiter.

Viele junge Menschen unter den Arbeitslosen

Von den arbeitslos gemeldeten Person sind laut Pawlas etwa ein Fünftel junge Menschen: „Auch hier sehen wir ein saisontypisches Muster: Es handelt sich bei dieser Gruppe vor allem um junge Fachkräfte, die nach ihrer zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Ausbildung zu uns kommen.“ Hier sei man aber optimistisch, diese „jungen, gut qualifizierten Menschen“ schnell in Arbeit bringen können. „Denn: Der Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig, vor allem für Fachkräfte“, so Pawlas abschließend.

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