Christliche Unterschriftenaktion gegen Abschiebung

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Pfarrer Martin Buschhaus und Ali Sabziani am Rande des Weihnachtsfrühstücks im Gemeindehaus.

Werdohl -„Für viele alleinstehende Menschen ist die Aufeinanderfolge der Festtage vor allem an Weihnachten unerträglich“, so Pfarrer Martin Buschhaus von der evangelischen Kirchengemeinde

Aus diesem Grund fand am Morgen des zweiten Weihnachtstages bereits zum dritten Mal im Gemeindehaus ein Weihnachtsfrühstück statt. „Wir wollen ein Ereignis bieten, auf das sich diese Menschen besonders freuen können“.

Zudem wies Pfarrer Buschhaus auf eine Unterschriftenaktion an, die sich gegen die drohende Abschiebung von Ali Sabziani richtet. Das Motto der Aktion, „Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit“, ist dem 1. Korintherbrief entnommen. Der Iraner Sabziani lebt bereits seit vier Jahren in Deutschland und hat die Hälfte davon in Werdohl verbracht. In dieser Zeit habe er sich nicht nur sehr gut in die Gemeindearbeit eingebracht und einen Bibelkreis geleitet, sondern auch die deutsche Sprache gelernt und eine Arbeit als Paketbote gefunden.

Trotz alledem soll Ali Sabziani nun abgeschoben werden. Hintergrund: In seinem Heimatland hatte er zum christlichen Glauben gefunden und musste aus diesem Grund fliehen. Nach seiner Ankunft in Deutschland ließ sich der 27-Jährige taufen, um seine Hinwendung zum christlichen Glauben offiziell zu besiegeln. „Allerdings sind die Behörden der Bezeugung des Glaubens gegenüber misstrauisch und stellen dies oftmals in Frage“, weiß Martin Buschhaus.

Aus diesem Grund wollen die Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl ihre Solidarität mit möglichst vielen Unterschriften ausdrücken. Die Aktion läuft noch bis Silvester. Anfang Januar sollen die Listen übergeben werden.

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