Besinnlicher Jahresausklang

Humoriger Höhepunkt des Abends war das Strumpfhosenballett zu Brings „Super jeile Zick“.

WERDOHL ▪ Zu einem Silvesterabend jenseits von Böllern und Krachern kamen rund 100 Werdohler am Montagabend in das Gemeindehaus der Christuskirche. Die Veranstaltung hat Tradition: Seit rund 40 Jahren laden die Kirchengemeinde und die Evangelisch Landeskirchliche Gemeinschaft Werdohl zu diesem besinnlichen Jahresausklang ein. Für alleinstehende Werdohler bietet er die Chance, den Jahreswechsel mit anderen zu verbringen. Doch auch viele Familien kamen zu dem von Steffen Cemberecki moderierten Abend, denn es war für alle etwas dabei.

Heidi Kühn, Predigerin des Sauerländischen Gemeinschaftsverbandes, widmete sich in ihrer theologisch anspruchsvollen, aber auch verständlichen Predigt dem Thema „Herrlichkeit Gottes“ im Alten und im Neuen Testament. Mit der Geburt des Gottessohnes sei diese Herrlichkeit in Gestalt eines kleinen Kindes, als zerbrechliches, verwundbares Fleisch neu in die Welt gekommen, nahm Heidi Kühn Bezug auf das Weihnachtsereignis. Gottes Herrlichkeit scheine gerade „im Unscheinbaren, Kleinsten, Dunkelsten“ auf – „an unwirtlichen Stätten und in merkwürdigen Zeiten“. Und die Predigerin schlug eine Brücke zur Jahreslosung 2013 aus dem Hebräerbrief: „Wir haben hier keine bleibende Statt, sondern die zukünftige suchen wir“, deren Vertonung von einem kleinen Chor vorgetragen wurde.

Auf die geistliche Stärkung folgte jene für den Leib. Die Besucher labten sich an einem exzellenten Büffet, bevor der unterhaltsame Teil des Abends begann: Sechs tapfere Recken und Damen in Strumpfhosen traten zu einem spaßigen Tänzchen an, bei dem die Beine ein gewisses Eigenleben entwickelten.

Zehn Kinder führten bald darauf das Thema „Beine und was an ihnen zu bewundern ist“ weiter und präsentierten ihr „Sockenballett“ zum guten alten „Manamana“. Ein weiteres Schmankerl war der Gerichts-Sketch, in dem der Angeklagte Uli Remmel vor Richter Dirk Daubertshäuser nur durch Singen seines Stotterns Herr werden konnte: „Bochum, ich komm aus dir“. ▪ thk

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