Wirbelschichtfeuerungsanlage in Elverlingsen

Ruhrverband löst Zwischenlager auf: 4000 Tonnen Klärschlamm kommen nach Werdohl

Die Wirbelschichtfeuerungsanlage zur Klärschlammverbrennung in Werdohl-Elverlingsen wird vom Ruhrverband und der Enervie gemeinsam betrieben. Die Anlage wurde im März und April technisch überholt, in der Zeit musste Klärschlamm zwischengelagert werden.
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Die Wirbelschichtfeuerungsanlage zur Klärschlammverbrennung in Werdohl-Elverlingsen wird vom Ruhrverband und der Enervie gemeinsam betrieben. Die Anlage wurde im März und April technisch überholt, in der Zeit musste Klärschlamm zwischengelagert werden.

170 Lkw-Ladungen mit insgesamt 4200 Tonnen Klärschlamm werden von jetzt an noch bis Ende November zusätzlich auf Werdohler Straßen unterwegs sein. Das hat einen bestimmten Hintergrund.

Werdohl – Der Ruhrverband löst ein Zwischenlager in Hattingen auf, der Klärschlamm wird von dort zur Wirbelschichtfeuerungsanlage in Elverlingsen transportiert. Vor dem Winter sollen rund 4200 Tonnen Klärschlamm zur Entsorgung abgefahren werden.

Im März und April 2021 wurde die WFA auf dem Kraftwerksgelände in Elverlingsen technisch überholt und kontrolliert. In der Zeit war die Anlage, die durch das Verbrennen von Schlämmen Strom erzeugt und zukünftig auch Phosphor als Abfallprodukt liefert, nicht in Betrieb. Während dieser zwei Monate wurden erhebliche Mengen an Klärschlamm in Elverlingsen zwischengelagert. Auch die zuliefernden Klärwerke des Ruhrverbands lagerte Schlämme ein.

„Was partout nicht im Lager der WFA Elverlingsen oder in den Kläranlagen selber untergebracht werden konnte, haben wir in Hattingen zwischengelagert“, sagte Britta Balt, Sprecherin des Ruhrverbands in Essen, auf Nachfrage. 4200 Tonnen Klärschlamm wurden auf diese Weise im Bereich der Anlage in Hattingen zwischengelagert. In Bezug auf die Gesamtmenge gelagerten Schlamms sei die Hattinger Menge gering.

Damit der Schlamm im kommenden Winter nicht vernässt, so heißt es in einer Pressemitteilung, soll der Klärschlamm nun in rund 170 Lkw-Fahrten nach Werdohl-Elverlingsen abtransportiert und dort entsorgt werden.

Der Ruhrverband teilt weiter mit: Um die zu erwartende Geräuschentwicklung durch die an- und abfahrenden Lkw zeitlich so gut wie möglich einzugrenzen, finden die Transporte montags bis donnerstags zwischen 7 und 15 Uhr und freitags zwischen 7 und 14 Uhr statt. Außerdem kommen zur Reduzierung von Geruchsbelästigungen Benebelungsanlagen zum Einsatz. Wenn alles klappt wie geplant, soll die Beräumung des Zwischenlagers Mitte November 2021 abgeschlossen sein.

Auf Nachfrage sagte Britta Balt, dass der Transportauftrag öffentlich ausgeschrieben worden war und an eine Spedition in Hattingen gegangen ist. Die Lastwagen werden von Hattingen aus die A 45 ansteuern und dann über Lüdenscheid die B 229 hinunter durchs Versetal und von da aus durch Werdohl bis Elverlingsen fahren.

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