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Rückzieher: Keine Mountainbike-Strecken durch das Lennetal

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Von: Volker Griese

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Auf eigene Strecken in den heimischen Wäldern müssen Mountainbiker wohl noch einige Zeit warten.
Auf eigene Strecken in den heimischen Wäldern müssen Mountainbiker wohl noch einige Zeit warten. © Zacharie Scheurer

Aus den geplanten Lennetrails wird zunächst nichts. Diese Mitteilung machte Werdohls Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) am Dienstagabend im Sportausschuss.

Das Leader-Projekt, das die Kennzeichnung von Mountainbike-Strecken zwischen Iserlohn und Finnentrop zum Ziel hatte, sei im Moment offensichtlich nicht realisierbar.

Die Stadt Iserlohn, die bei diesem Projekt der sechs Lenneschiene-Kommunen – neben Iserlohn noch Altena, Finnentrop, Nachrodt-Wiblingwerde, Plettenberg und Werdohl – federführend sei, habe erkennen müssen, dass es momentan nicht umsetzbar sei, zitierte Späinghaus aus einer E-Mail von Leader-Regionalmanagerin Clarissa Zell. Iserlohn habe die für die Umsetzung vorgesehenen Mittel wieder freigegeben.

Nicht alle Waldeigentümer von der Idee üverzeugt

Zell hat die Iserlohner Entscheidung am Mittwoch bestätigt und auch die Hintergründe erläutert. Es hätten nicht alle Waldeigentümer von der Idee überzeugt werden können, im Lennetal spezielle Wege für Mountainbiker auszuweisen. „Die Umsetzung der Projektidee in der verbleibenden Zeit erscheint damit nicht mehr realistisch“, sagte sie. Der Förderzeitraum läuft noch bis Ende 2022, bis Mitte 2023 müssen die Projekte umgesetzt sein. Die für die Lennetrails eingeplanten rund 32.000 Euro könnten jetzt für andere, neue Projekte verwendet werden, sagte Zell.

Möglicherweise kommt an diesem Punkt die Stadt Werdohl zum Zug, denn Ausschussmitglied Manfred Buchta (CDU) wollte sich am Dienstagabend von der Idee noch nicht verabschieden. Werdohl könne sie doch im eigenen Stadtgebiet umsetzen, schlug er vor. Dieser Gedanke fiel bei Bürgermeister Späinghaus auf fruchtbaren Boden. „Ein Trail auf Werdohler Gebiet könnte ja auch eine Initialzündung für die anderen sein“, fand er. Ob die Zeit dafür reicht, ist fraglich. Aber Clarissa Zell ist zuversichtlich, dass die Lenneregion auch nach 2022 wieder Fördermittel erhalten kann.

In einer früheren Version des Artikels war die Fördermittelsumme mit 42.000 Euro angegeben. Das war eine veraltete Angabe, mittlerweile gehen die Beteiligten von geringeren Kosten und damit auch einem geringeren Förderbetrag aus. Wir haben die Angabe entsprerchend korrigiert.

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