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Rückkehr zur Maskenpflicht: Schüler nehmen es locker

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Von: Volker Griese

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In der Albert-Einstein-Gesamtschule haben auch nach dem Wegfall der Maskenpflicht viele Schüler weiterhin den Mund-Nase-Schutz getragen.
In der Albert-Einstein-Gesamtschule haben auch nach dem Wegfall der Maskenpflicht viele Schüler weiterhin den Mund-Nase-Schutz getragen. © Heyn, Volker

Gerade einmal einen Monat war an den Schulen in Nordrhein-Westfalen die Maskenpflicht ausgesetzt. seit Donnerstag müssen die Schülerinnen und Schüler auch an ihren Sitzplätzen wieder einen Mund-Nase-Schutz zum Schutz vor dem Coronavirus tragen.


Nina Manns, Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Werdohl mit den beiden Standorten auf der Königsburg und in Kleinhammer, hatte schon Anfang Oktober davor gewarnt, die Masken fallen zu lassen. Sie hatte deshalb die Eltern angeschrieben und angeregt, die Kinder trotz Wegfall der Maskenpflicht ab 2. November mit Maske in die Schule zu schicken. Nachdem Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) nun die Rückkehr zur Maskepflicht verkündet hat, fühlt sich Nina Manns in ihrer damaligen Auffassung bestätigt: „Es war einfach zu früh. Wir hätten uns den ganzen Zirkus und die Verärgerung der Eltern ersparen können“, sagt die Schulleiterin. An ihrer Schule seien die Masken aber ohnehin nie vollständig abgesetzt worden. Viele Schüler, vor allem die Erst- und Zweitklässler, hätten sie freiwillig weiterhin getragen.

Durch die Rückkehr zur Maskenpflicht im gesamten Schulgebäude erwartet Nina Manns deshalb auch keine Akzeptanzprobleme. Den Schülern sei das ziemlich egal. „Die kennen es ja nicht anders“, sagte die Schulleiterin. Auch hinsichtlich der Einschränkung des Betretungsrechts rechnet Manns nicht mit Problemen. Eltern dürfen die Schulen jetzt nur noch mit Termin und nur dann betreten, wenn sie immunisiert oder negativ getestet sind und einen entsprechenden Nachweis bei sich führen. Das habe in der Vergangenheit auch schon gut geklappt, berichtet Manns.

Maßnahme soll Präsenzunterricht sichern

Sven Stocks, Leiter der Albert-Einstein-Gesamtschule, hatte den Wegfall der Maskenpflicht vor rund vier Wochen noch begrüßt, weil er den Mund-Nase-Schutz als Belastung für die Schüler im Unterricht und als Kommunikationshindernis wahrgenommen hatte. Jetzt bezeichnet er die Rückkehr zur Maskenpflicht aber als „nachvollziehbar, denn wir wollen ja den Präsenzunterricht sicherstellen“. So konsequent der Maskenverzicht vor einigen Wochen, als schon wieder Fans in Fußballstadien zugelassen worden seien, Schüler aber noch mit der Maske im Gesicht hätten lernen müssen, auch gewesen sei, so richtig sei jetzt die Rückkehr zur Maskenpflicht auch im Unterricht. Sie sei offensichtlich notwendig, um Schüler und Lehrer vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, das sich gerade wieder rasant ausbreite, weil immer noch zu viele Menschen nicht geimpft seien, bedauerte Stocks, dass Kinder und Jugendliche die Folgen der schleppenden Pandemiebekämpfung zu tragen hätten.

Als zu große Belastung für die Schüler empfindet Stocks die Maske jetzt übrigens nicht mehr. „Die Schülerinnen und Schüler werden sich wieder damit anfreunden“, ist Stocks sicher. Es sei jetzt auch nicht mehr so warm wie noch im August und September. „Allerdings ist das auch kein Zustand, den man sich dauerhaft wünscht“, hofft der Schulleiter, dass das Tragen der Maske im Unterricht auf einen überschaubaren Zeitraum begrenzt bleibt.

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