Schlaganfallrisiko-Check für Stauff-Mitarbeiter

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Über gute Werte bei der Blutdruckmessung konnte sich Geschäftsführer Jörg Deutz freuen. Dr. med. Georg Bachhausen stellte bei dem 45-Jährigen 126 zu 82 fest. ▪

WERDOHL ▪ Während der Arbeit bot die Firma Stauff ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, von einem Arzt ihr Schlaganfallrisiko checken zu lassen. Die kurze Untersuchung kam an. Fast die Hälfte aller Werdohler Angestellten des Unternehmens ließ sich testen.

„Wir wurden förmlich überrannt“, sagte Betriebsleiter Jürgen Kurz und freute sich darüber, dass die Gesundheitsprävention bei seinen Mitarbeitern hoch im Kurs stehe. „Es ist auch nicht selbstverständlich, dass wir im Gesundheitsschutz zertifiziert sind“, lobte Kurz den Einsatz seines Unternehmens in diesem Bereich.

Auch der zuständige Arzt, Dr. med. Georg Bachhausen, lobte die rege Teilnahme der Stauff-Angestellten: „Normalerweise kommen nur zwischen 10 und 20 Prozent der Mitarbeiter.“ Bachhausen ist angestellter Arzt bei der Stiftung Schlaganfallhilfe und besuchte in Kooperation mit der AOK auch die weiteren Stauff-Niederlassungen in Plettenberg-Ohle und Neuenrade. „Dabei kann ich strenger sein als ein normaler Hausarzt“, erklärte der Mediziner und verwies auf sein sofortiges Feedback. Dank eines Minilabors haben alle Untersuchten ihre Werte direkt vorliegen. „Ich habe auch schon Patienten direkt ins Krankenhaus geschickt“, erzählte er von Fällen aus anderen Betrieben. „Die rote Ampel kommt immer mal vor.“

Bei den Untersuchungen in Werdohl seien aber keine Besonderheiten vorgekommen. Bachhausen führte bei den Mitarbeitern Messungen von Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin, Bauchumfang, Gewicht und Körperfettanteil durch. Anonymisiert stehen die Ergebnisse auch der Betriebsleitung zur Verfügung. „Dann können wir in Absprache mit dem Werksarzt über weitere Präventionsmaßnahmen sprechen“, so Jürgen Kurz. Geschäftsführer Jörg Deutz fügte an, dass die Mitarbeiter damit aber auch für den eigentlichen Check bei ihrem Hausarzt sensibilisiert werden sollen.

Auf diese Verinnerlichung hofft auch AOK-Niederlassungsleiter Ulrich Müller: „Anfangs waren wir skeptisch, aber es funktioniert jetzt total gut.“

Personalreferent Niclas von Seidlitz-Ludwigsdorf kündigte aufgrund des großen Interesses zudem ein Zusatztermin für die Untersuchungen am 22. Februar an. Auch dann steht mit Peter Duisberg wieder ein AOK-Kundenberater zur Verfügung, der in einem Abschlussgespräch weitere Verhaltenstipps gibt. ▪ David Schröder

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