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Aus für Rosmart 2.0? So sieht es der Werdohler Rat

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Von: Volker Griese

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Gegner des Gewerbegebiets Rosmart 2.0 sprachen sich in einer Demonstration am Montag vor dem Rathaus gegen die Erweiterung des Gewerbeparks Rosmart aus. © Griese

Werdohl – Draußen vor dem Rathaus protestierten Gegner der Erweiterung des Gewerbeparks Rosmart gegen die von ihnen befürchtete Zerstörung der Natur auf den Brunscheider Höhen, drinnen debattierten die Politiker über den Antrag der SPD, aus dem Projekt auszusteigen.

Eine Entscheidung traf der Rat (noch) nicht.

Die SPD-Fraktion, die vor einem halben Jahr noch zusammen mit der CDU dafür gestimmt hatte, die Umweltverträglichkeit der Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben auf den Rosmarter Höhen prüfen zu lassen, hatte nun mit den Antrag überrascht, von der Erweiterung doch Abstand zu nehmen. Dafür brachte nun ausgerechnet die WBG, die eigentlich vehement gegen Rosmart 2.0 gewettert hatte, kein Verständnis auf. Der Kurswechsel sei selbst für die WBG nicht nachvollziehbar, sagte deren Fraktionschef Thorsten Hänel. Er sprach von einer „Rolle rückwärts“ der SPD, die keine Rücksicht auf mögliche Konsequenzen nehme, und warf die Frage auf, ob auf die Stadt durch einen vorzeitigen Ausstieg irgendwelche Kosten zukommen könnten. Ohne diese Information könne die WBG dem Antrag nicht zustimmen. Bei Zustimmung von WBG und FDP zum SPD-Antrag wäre Werdohls Ausstieg aus Rosmart 2.0 beschlossene Sache gewesen. 

CDU: Entscheidung nicht übers Knie brechen

Stefan Ohrmann, Fraktionsvorsitzender der CDU, warnte davor, die Entscheidung übers Knie zu brechen. „Wir sollten jetzt erst mal das Umweltgutachten abwarten und dann auf der Basis der darin enthaltenen Informationen entscheiden“, sagte er. Außerdem verwies er darauf, dass es in Werdohl kaum Alternativen für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben gebe. Auch Ohrmann wünschte sich eine Klärung der Frage, ob die Stadt Werdohl mit Regressansprüchen Dritter rechnen müsse, wenn sie jetzt aus dem interkommunalen Projekt aussteige. 

Für den sofortigen Ausstieg stimmten letztlich nur die SPD und der inzwischen fraktionslose ehemalige WBG-Ratsherr Volker Oßenberg. Mit den Stimmen von CDU, WBG und FDP entschied der Rat, den SPD-Antrag demnächst im Hauptausschuss zu behandeln. Die Verwaltung soll möglichst bis zu dessen nächster Sitzung am 2. Dezember eine Antwort auf die Frage liefern, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe sich Werdohl bei einem Ausstieg noch an den Kosten für das Umweltgutachten beteiligen oder andere Kosten übernehmen muss.

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