Rademacher schließt Elektro-Geschäft

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Rolf Rademacher mit einem Foto von seinem Urgroßvater Wilhelm, der im Jahr 1911 das Geschäft gründete.

Werdohl - „Ganz einfach: Weil es sich nicht mehr lohnt“, antwortet Rolf Rademacher auf die Frage, warum er sein Elektro-Geschäft am Brüninghaus-Platz schließt. Das Internet habe immer größere Marktanteile. „Und die Discounter verkaufen ja mehr andere Artikel als Lebensmittel.“ In ein paar Tagen stellt er deshalb den Verkauf ein.

Den Installationsbetrieb mit der Werkstatt unterhalb des Ladenlokals wird er zwar weiterführen. Aber leicht fällt Rademacher die Entscheidung trotzdem nicht. „Ich habe schon immer hier gearbeitet“, sagt der 53-Jährige, der das Geschäft von seinem Vater übernommen hat. Gegründet hat den Betrieb im Jahr 1911 sein Urgroßvater Wilhelm Rademacher. „Der dreht sich jetzt um“, sagt der Geschäftsführer mit einem wehmütigen Lächeln.

Von einem Mangel an Kundschaft war am Donnerstag wenig zu spüren. Einer nach dem anderen betraten die Kunden das Geschäft und kauften, was an Batterien und Glühbirnen noch in den Regalen liegt. „Es ist Markt und die Reste müssen weg“, nannte Rolf Rademacher einen Grund für den Betrieb.

Rademacher lacht viel und scherzt mit den Kunden. „Noch bin ich ganz gut drauf“, sagt er. „Aber wenn die Tür mal zugeht, ändert sich das wahrscheinlich. Dann fehlt ja doch was.“ Sein Nachbar, das Blumengeschäft Fromm, wird das Ladenlokal übernehmen. Schon am Sonntag soll der Durchbruch zwischen den beiden Geschäften erfolgen. „Danach haben wir noch ein paar Tage geöffnet und dann hat sich das erledigt“, kündigt Rademacher an. Wer etwas braucht, soll aber weiterhin telefonisch bestellen können. - Von Constanze Raidt

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