Rolf Neuhäuser hat ein besonderes Hobby

+
Rolf Neuhäuser ist Volunteer aus Leidenschaft und bei der Gründung des Vereins Ruhrvolunteers dabei. ▪

WERDOHL ▪ Eigentlich hatte sich der Werdohler Ratsherr Rolf Neuhäuser vor rund zwei Jahren dezente Hoffnungen darauf gemacht, als so genannter Volunteer bei den Olympischen Spielen in London eingesetzt zu werden. Immerhin hatte er damals in dieser Mission beim „Straßenfest“ auf der A 40, wenige Wochen später bei der tragisch geendeten Loveparade in Duisburg und sieben weiteren Einsätzen rund um das Kulturhauptstadtjahr 2010 reichlich Erfahrungen gesammelt.

London hatte sich für Neuhäuser zwar aus finanziellen und organisatorischen Gründen zerschlagen, doch der Drang, in seiner Freizeit unter anderem auch als Volunteer bei Veranstaltungen aktiv sein zu wollen, lebt – und zwar sehr intensiv. Man kann es auch als eine Art Leidenschaft bezeichnen. Dazu gehört auch, dass der Werdohler, mit starken emotionalen Bindungen zum Ruhrgebiet gesegnet im „Unperfekthaus Essen“ dabei sein will, wenn die Gründungsversammlung zum Verein Ruhrvolunteers über die Bühne geht. Ein eingetragener Verein soll es werden, mit Satzung, Jahresbeitrag und dem Status der Gemeinnützigkeit. Das alles mit dem Gedanken daran, die bestehende Kulturlandschaft im Pott nicht nur zu erhalten, sondern möglichst auch auszubauen. Allen Menschen in einer „Metropole Ruhr“ soll der Zugang zu breit gefächerten kulturellen Ereignissen ermöglicht werden.

Wenn also die Vereinsgründung auf der Agenda steht, dann wird den Teilnehmern dieser Versammlung sehr intensiv vermittelt, welche Vorteile ein solches, neues Konstrukt haben wird und ein Jahresbeitrag unerlässlich ist, um ein Maß an Eigenständigkeit und Handlungsfähigkeit zu erreichen. Für Rolf Neuhäuser und seine Kollegen im Geiste ist freilich auch wichtig, dass es wieder vorangeht. Der erste Einsatz bei dem der neue Verein dabei sein wird, ist schon am 15. Juni vorgesehen – der Tag an dem das Kulturpfadfest in Essen stattfindet. Weitere Anfragen liegen schon vor.

Die Veranstalter setzen auf die Hilfe von etwa 50 ehrenamtlichen Volunteers, „aber wo wir vom Nachmittag an bis Mitternacht eingesetzt werden, ist noch unklar“, bekennt Neuhäuser. Allerdings hofft er darauf, schon morgen Klarheit zu bekommen. Um die Ausrüstung brauchen er und seine Mitstreiter sich nicht zu kümmern. Das, was während des Kulturhauptstadtjahres 2010 getragen und mitgeführt wurde, soll noch einmal aus dem Schrank gekramt werden. „Das erhöht den Wiedererkennungswert“, weiß Neuhäuser und freut sich darauf, dass die Volunteer-Idee auf Dauer verankert werden soll. Für ihn und seine Mitstreiter wird es zudem deutlich einfacher, sich für Einsätze zu empfehlen: Im Internet wird zu sehen sein, welche Projekte gerade laufen oder geplant sind. - Rainer Kanbach

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare