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Ordentlich was auf die Ohren

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Von: Thomas Krumm

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Marco Mendoza bei einem Ausflug ins Publikum. „Make some noise!“, forderte er die Besucher der. Musik-Kneipe Alt-Werdohl immer wieder zum Mitmachen auf.
Marco Mendoza bei einem Ausflug ins Publikum. „Make some noise!“, forderte er die Besucher immer wieder zum Mitmachen auf. © Thomas Krumm

Rock ist nicht tot. Den Beweis lieferten Hardrocker in der legendären Musik-Kneipe Alt-Werdohl.

Werdohl – Mit einem Doppelpack Hardrock haben die Sängerin und Gitarristin Jax Hollow und der Bassist Marco Mendoza mit seinem Trio am Samstag das Alt-Werdohl gerockt. Mendoza ist ein Urgestein des Hardrock, der mit Bands wie Thin Lizzy, Whitesnake, Journey und The Dead Daisies unterwegs war. Das schlug sich im Programm nieder – ebenso wie seine Zusammenarbeit mit dem Hardrock-Berserker Ted Nugent zu Beginn des laufenden Jahrtausends. Dessen „Hey Baby“ war im Alt-Werdohl zu hören, und der vorwärtstreibende Hochgeschwindigkeitsrock in beeindruckender Lautstärke bewegte sich klar in dieser Tradition. Es gab also richtig was auf die Ohren, zumal Marco Mendoza seine Stimme nicht nur zum kraftvollen Gesang, sondern auch zum qualitätvollen Kreischen nutzte. Led Zeppelin-Sänger Robert Plant führte diese Kunst einst in nie geahnte Höhen.

Gute alte Zeiten hochleben lassen

Marco Mendoza ist derzeit auf Tour, um die guten alten Zeiten noch einmal hochleben zu lassen und sein neustes Album zu promoten: New Direction. Zu hören war unter anderem dessen Titelsong und der schon vorab veröffentlichte Titel „Take it to the limit“.

„Make same noise“

Zwischenzeitlich machte der Bassist mit seinem Instrument kleine Ausflüge ins Publikum. Seine immer wiederholten Appelle blieben nicht ungehört: „Make some noise!“ Oder auch: „Clap your hands! I can’t see you.“ Etwas ruhiger wurde der Auftritt des Trios bei einem überraschenden, aber sehr zeitgemäßen Klassiker: „All we are saying is give peace a chance.“

Jax Hollow mit bärenstarker Stimme

Die aus Nashville stammende Jax Hollow studierte am renommierten Berklee College Of Music. Sie bringt eine bärenstarke Stimme und große Virtuosität an der Gitarre mit und steht sicher für die nächste Generation von Hardrockern. Starke Texte und zuweilen melodische Kompositionen kommen hinzu. Auch ist sie nicht nur auf der ganz harten Welle unterwegs, sondern auch mit melodiösen Countrysongs und Blues. Sie ist eine echte Neuentdeckung.

Auf Deutschland-Tour

Wer also glaubt, der Rock sei tot, der möge Jax Hollow begegnen, lautete ein Kommentar nach ihrem spektakulären Auftauchen in der großen Musikwelt. Immerhin geht die Musikerin mittlerweile nicht mehr nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Deutschland auf Tour.

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