Riesei-Sporthalle erhält neue Fassade

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Die Sporthalle am Riesei.

Werdohl – Der Bau- und Liegenschaftsausschuss hat am Montagabend dem Vorschlag der Stadtverwaltung zugestimmt, die Riesei-Sporthalle nun doch mit einer komplett neuen Fassade zu versehen.

Der vorherige Plan, die alte Fassade stehen zu lassen und nur neu zu verkleiden, wurde ad acta gelegt. „Diese Variante macht Sinn und ist obendrein günstiger“, kommentierte CDU-Ratsherr Michael Schürmann die Tatsache, dass die energetische Sanierung nach dem neuen Konzept nun mit rund 285 000 Euro auch um 35 000 Euro preiswerter ist. 

Zwei Haare fand Schürmann dennoch in der Suppe. Beispielsweise lasse sich durch eine geschickte Organisation weiteres Geld sparen, wenn der Zeitraum, in dem die Halle offen steht, reduziert und damit der Aufwand für einen Wachdienst gesenkt werde. Und der von der Verwaltung ins Gespräch gebrachte Zeitraum für die Durchführung der sechs- bis achtwöchigen Arbeiten unter Einbeziehung der Osterferien 2020 passte Schürmann auch nicht so recht. Dafür böten sich doch die Sommerferien an, Schulen und Sportvereine müssten dann nicht so lange auf die Halle verzichten. 

Bessere Chance in den Osterferien?

Fachbereichsleiter Thomas Schroeder erläuterte jedoch, warum die Wahl auf die Osterferien gefallen ist: „Wir wollen das jetzt so schnell wie möglich erledigen, und außerdem erhoffen wir uns bessere Chancen bei der Vergabe.“ Im Sommer seien möglicherweise weniger Unternehmen an den Arbeiten interessiert, die Preise dann entsprechend höher. Ob diese Kalkulation wirklich aufgehe, sei natürlich unsicher, räumte Schroeder ein. 

Weil sich die Sanierung der Sporthalle damit aber auf jeden Fall ins nächste Jahr verschiebt, werden im städtischen Haushalt Mittel frei. Und davon wird die Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) profitieren. Dort will die Stadt schon in den nächsten Wochen den Bodenbelag in einem der Treppenhäuser erneuern – Kostenpunkt: rund 43 000 Euro. Diese Maßnahme war bisher eigentlich erst für das Jahr 2021 vorgesehen. 

Renovierungsstau Zug um Zug abbauen

Vor dem Hintergrund des Schulentscheids und der damit verbundenen Unsicherheit ob Werdohl an der Gesamtschule oder der Realschule festhält, sei in der AEG in den vergangenen Jahren „nur das gemacht worden, was unbedingt notwendig war“, erläuterte Schroeder. „Diesen Renovierungsstau wollen wir jetzt Zug und Zug abbauen“, sagte der Fachbereichsleiter. Der Bau- und Liegenschaftsausschuss stimmte diesem Vorgehen einstimmig zu. Um die Arbeiten im Treppenhaus kurzfristig abgehen zu können, bedurfte es aber eines Dringlichkeitsbeschlusses, den der Rat in seiner nächsten Sitzung am 11. November noch bestätigen muss.

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