Rettungswache in Werdohl bekommt zweiten RTW

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Wachenleiter Markus Große (Mitte) erläuterte die Besonderheiten des neuen RTW.

WERDOHL ▪ Ein neuer Rettungswagen (RTW) verstärkt ab sofort die Rettungswache des Märkischen Kreises in Werdohl. Den Schlüssel für die 140 000 Euro-Investition übergab Landrat Thomas Gemke gestern dem Leiter der Wache, Markus Große.

Kaum war der neue Wagen da, wurde auch sofort die Notwendigkeit der Anschaffung deutlich. Während der Vorstellung des neuen RTW mussten zwei Rettungsassistenten mit dem zweiten Wagen zum Einsatz. Genau aus diesem Grund war im Oktober der Bedarfsplan für das Einsatzgebiet Werdohl-Neuenrade-Lenneschiene geändert worden. „Ein erhöhtes Einsatzaufkommen hat die Anschaffung notwendig gemacht“, erklärte Ralf Bohnert vom Einkauf des Regiebetriebs Rettungsdienst.

Bisher hatte es in Werdohl nur einen RTW und einen umgebauten Krankentransportwagen (KTW) für die Notfallversorgung gegeben. Waren diese im Einsatz, mussten bei weiteren Einsätzen Wagen aus den Nachbarstädten angefordert werden, erläuterte Bohnert. Neben dem Anschaffungspreis von 140 000 Euro musste der RTW natürlich auch innen komplett ausgestattet werden. Hier konnte der Kreis Mittel einsparen, da viele Geräte aus einem älteren Modell übernommen werden konnten. Dies galt allerdings nicht für den Defibrillator, der nochmal für Kosten in Höhe von 20 000 Euro sorgte.

Im Tagesdienst von 8 bis 18 Uhr besetzen fünf Rettungsassistenten die Werdohler Wache. Für die Nachtstunden steht ein 24-Stunden-RTW zur Verfügung. Hier verringert sich die Besetzung der Wache auf drei Rettungsassistenten. Drei- bis viermal pro Tag wird dann auch der neue Wagen in Werdohl ausrücken, sodass der Rettungsdienst im Jahr etwa mit 1200 Einsätzen rechnet.

Ausgestattet ist der Mercedes Sprinter mit modernstem medizinischen Gerät. So verfügt das Fahrzeug über ein Beatmungsgerät, den Defibrillator, eine Vakuummatratze und weitere Geräte zur Erstversorgung. Davon überzeugten sich gestern auch Dr. Dirk Wierich, ärztlicher Leiter der Wache, und Guido Thal, Betriebsleiter des Regiebetriebs Rettungsdienst. ▪ ds

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