Tausende Besucher in Werdohl

Tag der Rettungskräfte: Großes Spektakel und Staunen - alle Fotos hier

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Tausende Besucher zog es ins Zentrum.

Werdohl – Tausende Besucher zog es am Sonntag zum Tag der Rettungskräfte ins Zentrum. Die Retter hatten viel zu bieten: spektakuläre Vorführungen, Mitmach-Aaktionen  - und kuriose Begegnungen.

Solch eine Kundschaft sieht WK-Mitarbeiterin Ilona Marohn auch nicht alle Tage. Zwei von Kopf bis Fuß in blaue Anzüge gehüllte Männer stapften an ihre Kasse, um eine Packung Erdbeereis zu bezahlen. „Macht 2,48 Euro“, sagte die Kassiererin trocken. Einer der Männer in Blau öffnete mit seinen klobigen Handschuhen ein Portemonnaie und zahlte mit einem Fünf-Euro-Schein. 

Geldwechsel per Funk

Eine Szene, wie sie nur am Tag der Rettungskräfte vorkommt. Der lockte gestern, zusammen mit dem verkaufsoffenen Sonntag und der Frühlingskirmes auf dem Goetheparkplatz, viele Besucher in die Innenstadt. In den Chemikalien-Schutzanzügen verbargen sich die beiden Feuerwehrleute Christian Wagner und Sven Kohlhage. Ihnen wurde gestern die Aufgabe gestellt, in voller Einsatzmontur einkaufen zu gehen. 

Eine Kommunikation ist durch das Visier und die darunter liegende Atemschutzmaske ausschließlich über Funk möglich. Und so benötigten die beiden Einsatzkräfte bei ihrer Shoppingtour einen weiteren Mann, um mit der Außenwelt kommunizieren zu können. 

Rettungseinsatz mit Kommentator

Auf dem Brüninghaus-Platz hatte sich die komplette Werdohler Feuerwehr mit ihrer Ausrüstung ausgebreitet. Mitten auf der Freiheitsstraße wurde ein Rettungseinsatz geübt. In der Simulation hatte sich ein Auto überschlagen. „Da auch die Beifahrertür deformiert war, mussten sich die Rettungskräfte über die Heckklappe bis zu dem Opfer durcharbeiten“, erläuterte Markus Jacoby, der den Einsatz vom Dach eines Feuerwehrfahrzeugs für die Zuschauer kommentierte. Ziel der Rettung müsse immer sein, dass die verletzte Person spätestens nach einer Stunde im Krankenhaus sei. „Wenn der Notarzt uns allerdings sagt; der Patient muss schnell da raus, ansonsten stirbt er, wenden wir eine so genannte Crash-Rettung an“, so Jacoby. 

Tag der Rettungskräfte: Hier gibt's die Bilder

Unmittelbar hinter der Unfallsimulation, im Ludwig-Grimme-Park, hatten die Mitarbeiter der Deutschen-Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ihren Stand aufgebaut, um auf spielerische Weise eine Seilrettung darzustellen. 

Seilwinde kann Boote ziehen

Während sich die Kinder auf einem Schaukelteller hoch über den Boden ziehen ließen, erklärte Christian Meier als technischer Leiter der Ortsgruppe, dass diese Vorrichtung im Ernstfall auch ein Boot über einen Fluss ziehen könne. 

Neben Feuerwehr und DLRG hatten sich auch die Malteser mit einer Feldküche, die Rettungshundestaffel für das Märkische Sauerland, das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei am Tag der Rettungskräfte beteiligt. 

Persönliche Widmung auf dem Schuh

Auch die Einzelhändler hatten sich besondere Aktionen überlegt. Dies reichte von Rabattaktionen über kulinarischen Besonderheiten bis hin zu der Möglichkeit, sich bei Sport Bathe von Martin Respondek eine persönliche Widmung auf seinen Laufschuh lasern zu lassen.

 „Die Innenstadt ist ordentlich voll, wir haben schönes Wetter und sind rundum zufrieden“, bilanzierte Stadtmarketing-Mitarbeiterin Swantje Midderhoff. An einem Gewinnspiel konnten die Besucher auch teilnehmen. Dabei wurden Aktionen als Preise ausgelobt. So durfte der Gewinner im vergangenen Jahr mit einem Schnellboot der DLRG fahren.

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