[Update] Bundeswehr im Einsatz:

Vermisste Frau (63) aus Steilhang gerettet

[Update 10.25 Uhr] WERDOHL - Spektakuläres Ende einer Suchaktion: Die 63-jährige Frau, die das Seniorenheim Forsthaus seit Dienstagmorgen vermisst, lebt. Höhenretter der Feuerwehr Dortmund befreiten die Seniorin am Mittwochabend gegen 20 Uhr mit Hilfe einer Seilwinde, die an einem Bundeswehrhubschrauber angebracht war, aus einem Hang unterhalb der Einrichtung.

Von Ute Heinze und Constanze Raidt

Die Gerettete war laut Polizei ansprechbar, aber stark unterkühlt. Sie wurde mit einem Krankenwagen ins Lüdenscheider Klinikum gebracht. Gegen 17 Uhr entdeckte Rettungshund Jake die Vermisste an einer sehr schwer zugänglichen Stelle an einem Steilhang. Die Höhenrettung, eine Spezialeinheit der Feuerwehr Dortmund, machte sich unverzüglich auf den Weg nach Werdohl. Die Experten forderten einen Bundeswehrhubschrauber zur Unterstützung an. Eine Luftretterin der Bundeswehr wurde über eine Seilwinde vom Hubschrauber zur 63-jährigen Frau herabgelassen. Mit einem speziell dafür vorgesehen Gurtsystem konnte die Frau aus Werdohl dann aufgenommen werden.

Während Polizei und Rettungskräfte auf dem einstigen Schützenplatz an der Dammstraße eine provisorische Einsatzzentrale errichteten, wurde die Frau im Hang von einem Höhenretter und zwei Mitarbeitern der Johanniter betreut.

Mehr Bilder von der Rettungsaktion

Vermisste Frau (63) aus Steilwand gerettet

Nachdem die Suche am Dienstag bis zum Einbruch der Dunkelheit ergebnislos verlaufen war, setzte die Polizei den Einsatz ab Mittwochmorgen fort. Eine Einsatzhundertschaft, zwei Polizeireiter und die Hundestaffel der Johanniter unterstützten die Einsatzkräfte am Boden. Zudem kreiste ein Helikopter der Polizei über der Stadt an Lenne und Verse. Laut Angaben von Wachleiter Thomas Voit waren 200 Mann im Einsatz.

Sie suchten nicht nur im unwegsamen Umfeld des Forsthauses, sondern auch in der Innenstadt. Zeugen hatten angegeben, die Frau dort gesehen zu haben. Die Suchtrupps durchkämmten auch das Tal des von Neuenrade kommenden Herbscheider Bachs. Dort hatte ein Hund am Dienstag eine Spur gewittert.

Für den Rettungsvorgang musste die Bundesstraße 236 Richtung Altena aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt werden. Ein weiterer Bericht folgt in der Freitagsausgabe unserer Zeitung. 

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