Schönes Biergartenwetter auf den Terrassen und auf den Plätzen

Außengastronomie im Lennetal gut besucht

Die beiden Lenneterrassen in Altena gegen 21.30 Uhr am Samstagabend. Lage und Angebot der Außengastronomien locken viele Gäste in die Burgstadt.
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Die beiden Lenneterrassen in Altena gegen 21.30 Uhr am Samstagabend. Lage und Angebot der Außengastronomien locken viele Gäste in die Burgstadt.

Glückliche Gastronomen, glückliche Gäste: Endlich geht es wieder voran in den Restaurants. Draußen muss seit Freitag kein Test mehr vorgezeigt werden. Das haben die Lennetaler am Wochenende reichlich genutzt. Da kam das Biergarten-Wetter gerade recht.

Lennetal - Es wurde aber auch höchste Zeit. Sieben lange Monate – seit dem 2. November – hatten Restaurants wegen Corona geschlossen. Erst Ende Mai durften sie mit der Außengastronomie loslegen – vorerst allerdings nur für Getestete, Geimpfte und Genesene. Das gilt seit Freitag nur noch für drinnen.

Werdohl

„Es ist noch eine Gewöhnungszeit“, sagt Timi Tsiakmaklis, Chef von der Pizzeria La Costa in Werdohl. Der Beginn sei noch etwas schleppend, es gehe aber in die richtige Richtung. „Ich freue mich riesig”, meint ein Gast, der seinen Namen nicht nennen wollte. Endlich wieder mit Freunden im Restaurant treffen – „das hat mir gefehlt.”

Theofilos Pantelidis vom Spiegel in Werdohl, die von ihm ebenfalls betriebene Fabrica öffnet auch bald.

Ab 18 Uhr war die Terrasse des Traditionslokals Zum Spiegel in der Werdohler Innenstadt voll. „Es läuft gut – vor allem jetzt am Wochenende”, sagt Theofilos Pantelidis, Bruder von Inhaber Dimitrios Pantelidis. Nach der siebenmonatigen Pause versuche das Lokal mit so wenig Personal wie möglich wieder durchzustarten. Dass die Testpflicht für draußen endlich weggefallen sei, spüre man im positiven Sinne. Wie viele Branchen-Kollegen hat auch Pantelidis den Inzidenzwert für den Märkischen Kreis fest im Blick. Liegt der fünf Tage unter 35, ist der Restaurant-Besuch auch drinnen ohne Test möglich. Stand jetzt könnte das gegen Ende dieser Woche der Fall sein.

Draußen sitzen: Ohne Tests gehts besser

In der Außengastronomie an der Lenne war am Wochenende bei gutem Wetter nach der Corona-Zwangspause viel los.
In der Außengastronomie an der Lenne war am Wochenende bei gutem Wetter nach der Corona-Zwangspause viel los.
In der Außengastronomie an der Lenne war am Wochenende bei gutem Wetter nach der Corona-Zwangspause viel los.
In der Außengastronomie an der Lenne war am Wochenende bei gutem Wetter nach der Corona-Zwangspause viel los.
Draußen sitzen: Ohne Tests gehts besser

Altena

Das sorgte in Altena am Samstagabend für Momente fast wie vor Corona. Die Tische der Terrasse Nostalgie waren gut gefüllt. Aus zwei großen Boxen schallte stimmungsvolle Musik. Gäste klatschten. Mittendrin war Bauchtänzerin Emilia aus Duisburg. Die hatte Nilüfer Seker, Inhaberin des Café Nostalgie, als Überraschungsgast für ihre „Welcome back”-Party eingeladen. Und das kam an: Die einen tanzten ein bisschen mit, die anderen schauten begeistert zu.

Nilüfer Seker, die eine der beiden Lenne-Terrassen in Altena bewirtet, hatte zu ihrer „Welcome back“-Party eine Bauchtänzerin eingeladen. Das kam an bei den Gästen.

Die ersten zwei Tage, an denen die Gäste keine Nachweise dabei haben mussten, seien bestens gelaufen. „Es ist fast so wie gewohnt“, sagt Seker. Die Kunden ließen es sich gut gehen — auch dann, als die Sonne am Abend weg war und es kühler wurde. Dann verteilten die Mitarbeiter warme Decken.

Groß war die Freude auch bei den Gästen. „Wir sind froh, dass wir wieder kommen können“, so Denis Mynarek, Alexander Limbert und Sebastian Haiduk. Die Freunde hatten es sich im Café Ko gemütlich gemacht. Zu den Lockerungen sagen sie: „Hoffen wir, dass es so bleibt.“

Die Tische hier am Markaner waren gegen 21.30 Uhr fast alle voll. Inhaber Dimitrios Apostolidis hatte gut zu tun, zapfte ein Bier nach dem anderen. Im Gespräch richtet der Kultwirt mit dem Bleistift hinterm Ohr ein großes Dankeschön an seine Gäste, dass sie wieder kommen. „Das ist keine Selbstverständlichkeit.“

Ein Höhepunkt: Die Europameisterschaft wird draußen auf einem großen Fernseher übertragen. Deswegen schaut Apostolidis gespannt auf den Dienstag, wenn Deutschland gegen Frankreich spielt.

EM auf großer Leinwand – das gibt es auch auf der Lenne-Terrasse, die der Lennekai bewirtschaftet. Was das erste Deutschland-Spiel angeht, sagt Inhaberhin Martina Zöller: „Wir haben schon die ersten Reservierungen erhalten”. Auch sonst fülle es sich mehr und mehr. Die Lage sei viel entspannter, seit die Gäste keine Nachweise mitbringen müssten.

Plettenberg

Super war die Stimmung in der Plettenberger Innenstadt. „Es wird angenommen“, sagt Jose Salgado Garcia, Inhaber der Tapas-Bar. Die Tische sind hier mit Pavillons überdacht und waren gut gefüllt. „Wir haben unsere Kunden vermisst”, sagt er. Er sei froh, dass er – zumindest draußen – nicht mehr kontrollieren müsse, ob die Gäste geimpft, genesen oder getestet seien. Das spare Personal und Stress.

Direkt gegenüber war die Lage ähnlich: „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Biagio Pace. Schon zur Öffnung um 17 Uhr konnte sich der Inhaber der Pizzeria zum Brunnen über mehrere belegte Tische freuen. Auch hier war klar: Ohne Tests gehts besser. Und das Wetter spielte am Samstag ebenfalls wunderbar mit: 22 Grad, Sonne, nur leicht bewölkt.

„Es baut sich nach und nach auf“, beobachtet Nikos Sfiriklas von Niko’s Mezebar am Plettenberger Hit-Markt. So langsam komme wieder Bewegung rein; die Situation bessere sich. Gleich am ersten testlosen Öffnungstag, am Freitag, sei der Biergarten gut gefüllt gewesen. „Die Menschen sind froh, dass es wieder normaler ist.” Auch drinnen habe er bereits die ersten Gäste begrüßen können.

Neuenrade

Verhaltener war der Wieder-Start im Neuenrader Kaisergarten. Zwei Tische waren am Samstag bei unserem Besuch gegen 18 Uhr belegt. „Jetzt müssen wir erst einmal abwarten”, sagt Inhaber Engelbert Groke und schaut den Lockerungen im Innenbereich entgegen. Auch das Wetter solle in den nächsten Tagen besser werden.

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