Thuns ist die kulinarische Hochburg Werdohls

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Angelos Ziavros ist Entremetier im Thuns, in der Küche also für die Zubereitung der Beilagen zuständig. Er hat gerade einen Teller mit Dessertvariationen zusammengestellt.

Werdohl - Das Restaurant Thuns im Hotel Zum Dorfkrug in Kleinhammer hat in der neuesten Restaurant-Bestenliste des Mineralwasser-Weltmarktführers Gerolsteiner einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht.

Unter den 3289 bundesweit bewerteten Restaurant nimmt der Familienbetrieb den 1024. Platz ein und hat sich damit innerhalb eines Jahres um 20 Plätze verbessert. Das ist gleichzeitig die beste Platzierung im Märkischen Kreis. 

Die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste wird erstellt auf Grundlage der sieben großen bundesweiten Restaurantführer: Michelin, Gault & Millau, Feinschmecker, Varta, Gusto, Schlemmer Atlas und der Große Restaurant & Hotel Guide. Die Noten für die Küche gehen ebenso in die Berechnung ein wie alle Service- und Ambiente-Beurteilungen der Restaurantführer. Auch der unterschiedliche Stellenwert, den die Gastronomen den verschiedenen Auszeichnungen beimessen, wird berücksichtigt. Dieses vom Magazin Sternklasse entwickelte Bewertungssystem ermöglicht eine präzise Bestimmung der Rangposition jedes Restaurants. 

"Eine Bestätigung der guten Arbeit"

„Das ist eine Bestätigung der guten Arbeit, die wir hier machen“, freute sich Restaurant-Besitzer Martin Thun (51) über die gute Beurteilung. Doch was macht die gute Arbeit aus, die ganz offensichtlich in Kleinhammer geleistet wird? „Wir bieten unseren Gästen Frischeküche, aber auch eine besondere Zusammenstellung der Speisen, besondere Getränke und guten Service – sind aber gleichzeitig nicht abgehoben“, beschreibt Thuns die Philosophie. 

Das führt dazu, dass das Küchenteam des Thuns klassische Gerichte neu und kreativ interpretiert. Ein Beleg dafür ist das Überraschungsmenü. Was in gutbürgerlichen Restaurants gerne mal als „Eine Karre Mist“ serviert wird, heißt in Kleinhammer „Die Katze im Sack“. Der Unterschied: Das Servicepersonal befragt den Gast nach seinen Essgewohnheiten und das Küchenteam zaubert nach diesen Angaben ein Drei-Gänge-Menü. „Wir wollen aber nicht wissen, was der Gast gerne isst, sondern was er auf keinen Fall essen mag oder was er nicht verträgt. Sonst wäre es ja auch kein Überraschungsmenü“, erklärt Martin Thun, dessen internationales vierköpfiges Service- und dreiköpfiges Küchenteam häufig Gäste von Werdohler Unternehmen bewirtet. 

Auf der Suche nach einem Koch

Apropos Küche: Dort wird derzeit noch ein Koch gesucht. Die vakante Stelle füllt vorübergehend Seniorenchefin Erika Thun aus. Dass die ausgeschriebene Stelle eine unbefristete Vollzeitstelle ist, zeigt, dass es regelmäßig genug zu tun gibt für einen Koch in Kleinhammer. Auch die Tatsache, dass Thun ganz aktuell und auch weiterhin in die Immobilie investiert, ist ein Indiz dafür. 

Seit Oktober werden nach und nach die 17 Hotelzimmer renoviert, anschließend soll es außen weitergehen. „Und auch im Restaurant wird in diesem Jahr noch etwas geschehen“, kündigt Martin Thun optische Veränderungen an. Dabei will der 51-Jährige aber den eingeschlagenen Erfolgsweg weiterverfolgen: „Wir wollen kein Schickimicki-Restaurant sein, sondern einfach nur unseren Gästen ein schönes Erlebnis bieten.“

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