Reparaturserie in Werdohler Sporthallen

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Das war nur der Anfang: Nach dem Wasserschaden in der Sporthalle am Riesei fielen auch Reparaturen am Köstersberg und in Ütterlingsen an.

Werdohl - Von einer ganzen Serie von Reparaturen in den Werdohler Sporthallen berichtete Peter Grau am Montag dem Sportausschuss. Nicht nur die Halle am Riesei hatte es in dem Zeitraum von Ende Januar bis Ende Februar getroffen. Auch am Köstersberg und in Ütterlingsen sei einiges kaputtgegangen, sagte der städtische Bauleiter.

Feuchtigkeitsschäden an der Sporthalle Riesei behoben

Sporthalle Riesei wird langsam trocken gelegt

Wasserschaden in Sporthalle Riesei

„Das waren unglückliche vier Wochen.“ Kurz nachdem die Halle am Riesei wegen des Wasserschadens gesperrt worden war, erwischte es auch die Sporthalle am Köstersberg. Nur noch kaltes Wasser komme aus den Duschen, meldeten die Sportler.

Das war besonders ungünstig, weil die HSV einen großen Teil ihrer Trainingstermine vom Riesei an den Köstersberg verlegt hatten. „Die Trinkwasserpumpe war kaputt“, erklärte Grau. „So konnte das warme Wasser nicht mehr vom Kessel zu den Duschen gelangen.“

Auch am Riesei kam im Februar plötzlich nur noch kaltes Wasser aus den Duschen des Sportplatzes. Dort war eine Membran kaputt. Deshalb drückte ein Warmwasserspeicher das Wasser in die Heizungsrohre – was einen Überdruck erzeugte. Ein Ventil pustete das heiße Wasser in den Heizungskeller, um diesen Überdruck auszugleichen. „Das war wie in einer Sauna“, erinnerte sich Grau. „Das Wasser tropfte von der Decke.“

In der Ütterlingser Sporthalle wurde es Anfang Februar dagegen frisch: Die Fenster ließen sich nicht mehr schließen. „Die Lüftungsintervalle sind elektronisch programmiert“, erläuterte der städtische Bauleiter. Im Rahmen einer Notreparatur mussten die Motorgestänge herausgenommen und die Fenster zugedrückt werden.

„Ich habe dann auch Wartungstermine für die Hallen in Königsburg, Eveking und Kleinhammer vereinbart“, sagte Peter Grau. Gemeinsam mit einem Werdohler Unternehmen klapperte ein Handwerker aus Ostdeutschland alle vier Hallen ab und kontrollierte die Fenster – immerhin 36 pro Halle. Drei bis vier Stunden mussten deshalb für jede Sportstätte eingeplant werden.

Von den sechs Motoren, die die Handwerker mitgebracht hatten, bauten sie drei ein. „Die anderen drei haben wir noch als Reserve“, sagte Grau.

Im Sportausschuss verschärfte sich kurzzeitig der Tonfall, als der städtische Bauleiter auf die Presseberichte zu den Schäden am Riesei verwies. „Das finde ich traurig, dass wir das aus der Presse erfahren haben“, sagte die Ausschussvorsitzende Heike Mertens. Auch der Rat hätte von der Verwaltung informiert werden sollen. - Von Constanze Raidt

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