Nicht nur neue Farbe für Werdohler Vordächer

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Im Zug des Umbau der Freiheitstraße zur Fußgängerzone wurden 1989/90 auch die Vordächer vor dem Geschäften errichtet.

Werdohl - Die fast 30 Jahre alten Stahlkonstruktionen der Vordächer in der Fußgängerzone sollen neu gestrichen werden. Das hat der Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung (Ustea) am Montagabend einstimmig befürwortet. Beim Anstrich dieser Elemente soll es allerdings nicht bleiben.

Die Stadtverwaltung hatte einen Neuanstrich der Bauteile in der Farbe Eisenglimmergrau vorgeschlagen, weil die erstens nicht so schmutzempfindlich sei wie das bisherige Weiß und sich zweitens besser in das übrige Stadtbild integriere.

Dieser Auffassung konnten sich die Ausschussmitglieder durchweg anschließen. Allerdings sei es mit einem neuen Anstrich nicht getan, forderten sie mehrheitlich. Auch die Pflege der Glasflächen an den Vordächern dürfe nicht vernachlässigt werden, zudem bedürften einige Hausfassaden einer kosmetischen Behandlung.

Auf die Gestaltung der Fassaden hat die Stadt zwar keinen Einfluss, nach Auffassung von SPD-Ratsherr Andreas Späinghaus könnte aber dem einen oder anderen Hauseigentümer eine Renovierung mit Mitteln aus dem Fassadenprogramm schmackhaft gemacht werden.

Auch Laternen werden gestrichen

Und auch bei einem Neuanstrich der Vordachkonstruktionen soll es nach dem Willen des Ausschusses nicht bleiben. Vielmehr schlossen sie sich dem Vorschlag der Verwaltung an, auch die vorhandenen Straßenlaternen in dem metallisch schimmernden Grauton zu streichen.

Die Überlegung, gleich neue Laternen zu installieren, wie sie auch am neugestalteten Brüninghaus-Platz stehen, wurde schnell verworfen: aus Kostengründen, aber auch aus optischen Überlegungen. „Vordächer und Laternen sind damals aus einem Guss entstanden“, gab Fachbereichsleiter Thomas Schroeder zu bedenken, dass beide Elemente aufeinander abgestimmt seien. Die eher filigranen modernen Laternen passten nicht zu den wuchtigen Vordächern.

Zu viele Mülleimer?

Ob die ebenfalls für einen Neuanstrich vorgesehenen Abfallbehälter jedoch eine Zukunft haben, ist derzeit offen. Nicht wenige Ausschussmitglieder würden die nämlich gerne gegen neue Modelle austauschen. Ein neuer Anstrich lohne sich nicht mehr, hieß es. Auch könne die Anzahl der Mülleimer reduziert werden.

Die Kosten für die gesamte Maßnahme, die im nächsten Jahr durchgeführt werden soll, könnten sich, grob geschätzt, auf 35.000 Euro belaufen. Hauptausschuss und Rat müssen noch zustimmen, das dürfte aber eine reine Formsache ein.

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