Renaturierung der Verse fortgesetzt

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So sah die Verse an der Burg Anfang des Jahres aus. Der Höhenunterschied von 1,50 Metern war für Tiere unüberwindbar.

Werdohl - Zwei weitere Maßnahmen zur Renaturierung der Verse sind abgeschlossen. An zwei Stellen im Bereich K8/Burg hat die Firma Ossenberg im Auftrag der Stadtverwaltung Querbauwerke beseitigt. Diese hatten den Fluss durch große Höhenunterschiede für Tiere unpassierbar gemacht.

1,50 Meter betrug der Höhenunterschied an dem Querbauwerk am Rand der K8/Solmbecker Weg. „Das Bauwerk sollte eigentlich gar nicht ganz weg“, sagte Peter Erwig von der Abteilung Bauen der Stadtverwaltung. „Aber es war so marode, dass nur noch Fragmente erhalten bleiben konnten.“ Auf einer Strecke von 40 Metern hat das Bauunternehmen stattdessen eine Rampe aus Natursteinen aufgeschüttet. Dieser gleicht den Höhenunterschied im Flussverlauf stufenlos aus. Ähnlich einer rollstuhlgerechten Rampe weise sie gleichmäßig eine Neigung von rund vier Prozent auf, erläuterte Erwig. In Abständen von drei bis sieben Metern seien Querriegel eingebaut, die verhindern sollen, dass die Natursteine weggeschwemmt werden. Ganz ähnlich sieht es jetzt ein Stück flussabwärts an der Burg aus. Dort betrug der Höhenunterschied jedoch nur 50 Zentimeter. Dementsprechend kürzer konnte die Rampe mit jetzt lediglich 20 Metern ausfallen.

Anders als zunächst geplant mussten für die Maßnahme keine Bäume am Ufer gefällt werden. „Der Bauunternehmer musste nur einen querhängenden Ast absägen“, teilte Erwig mit. Auch die Zeitplanung fiel deutlich günstiger aus als angenommen. „Wir hatten mit erheblich mehr Arbeitstagen gerechnet“, sagte der Verwaltungsmitarbeiter. Aufgrund von Erfahrungswerten hatte die Abteilung Bauen gut 20 Arbeitstage einkalkuliert – die Maßnahmen waren aber bereits nach sechs Tagen abgeschlossen.

Die Kosten liegen zwischen 40 000 und 50 000 Euro; die Bezirksregierung übernimmt davon 90 Prozent. „Das ist sinnvoll angelegtes Steuergeld“, findet Erwig. Allerdings werde das wohl erst die nächste Generation spüren: „Irgendwann gibt es wieder Fischwanderungen gewässeraufwärts.“ Die nächste Renaturierungsmaßnahme ist für 2015 geplant.

Von Constanze Raidt

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